Ulitmatum läuft aus

Trump schickt US-Gesandten Witkoff nach Russland

Außenpolitik
04.08.2025 06:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump schickt seinen Sondergesandten Steve Witkoff wohl zur Wochenmitte nach Russland. Witkoff werde „vielleicht Mittwoch oder Donnerstag“ dorthin reisen, sagte Trump vor Journalisten vor einem Rückflug nach Washington.

Das wäre dann unmittelbar vor Ablauf einer Zehn-Tage-Frist, die Trump dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesetzt hatte. In dieser Zeit soll eine Waffenruhe zwischen Russland und der von Moskau angegriffenen Ukraine erreicht werden. Seit Dienstag läuft die verkürzte Frist – danach will Trump Sanktionen gegen Russlands Handelspartner verhängen.

Steve Witkoff soll offenbar bei der von der USA angestrebten Waffenruhe nachhelfen.
Steve Witkoff soll offenbar bei der von der USA angestrebten Waffenruhe nachhelfen.(Bild: AP/Evan Vucci)

Mit seiner Zoll-Drohung will der US-Präsident die wirtschaftliche Basis des Kremls weiter schwächen, indem vor allem große Abnehmer im Energie-Sektor wie China und Indien stärker unter Druck gesetzt werden. Russland führt seit mehr als drei Jahren einen Angriffskrieg gegen sein Nachbarland.

US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin erhöht ...
US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin erhöht – dieser zeigte sich davon bislang unbeeindruckt.(Bild: AFP/BRENDAN SMIALOWSKI)

Russisches Öl: Schwere Vorwürfe gegen Indien
Die USA verschärfen indes ihre Kritik daran, dass Indien Öl aus Russland kauft. Stephen Miller, Vize-Stabschef im Weißen Haus, sagte am Sonntag dem Sender Fox News, Präsident Donald Trump habe sehr deutlich gemacht, dass es nicht akzeptabel sei, dass Indien Russlands Krieg in der Ukraine weiter durch Käufe von russischem Öl finanziere. „Die Menschen werden schockiert sein, wenn sie erfahren, dass Indien beim Kauf von russischem Öl praktisch mit China gleichauf liegt“, sagte Miller.

Russland ist mit einem Anteil von rund 35 Prozent wichtigster Öllieferant Indiens. Trump selbst hatte vor einigen Tagen den Druck auf Indien erhöht, den Kauf von russischem Öl einzustellen. Aus dem Umfeld der indischen Regierung hatte es am Samstag gleichwohl geheißen, Indien werde trotz der Drohungen weiter Öl aus Moskau beziehen.

Am Freitag war ein Zoll von 25 Prozent für indische Einfuhren in die USA in Kraft getreten. Begründet hatte Trump dies unter anderem damit, dass Indien militärische Ausrüstung und Energie aus Russland beziehe. Trump hat außerdem mit Zöllen von 100 Prozent für Länder gedroht, die russisches Öl kaufen, falls Russland kein Friedensabkommen mit der Ukraine abschließt.

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