Russlands Wettbewerbsbehörde FAS wirft Apple Verstöße gegen das Kartellrecht vor und kündigt eine Strafe gegen den US-Technologiekonzern an. Das Unternehmen habe seine marktbeherrschende Stellung bei Apps für sein Betriebssystem iOS ausgenutzt, teilte die FAS am Dienstag mit.
Die Strafe werde vom Umsatz abhängig gemacht und im Rahmen von Ermittlungen der Behörde festgelegt, hieß es weiter. Bei Apple war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Das Vorgehen der russischen Behörde erinnert einerseits an das Kartellverfahren der EU-Kommission gegen den iPhone-Hersteller. Andererseits hat sich Russland schon lange gegen den Einfluss ausländischer Tech-Unternehmen gewehrt - zunehmend seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine.
Geldstrafe für Google wegen „Fake News“
Zuletzt waren bereits mehrere Tech-Konzerne ins Visier der russischen Behörden geraten, darunter schon einmal Apple sowie Zoom und erst am Montag Google. Der Internetgigant muss in Russland eine Strafe für die Verbreitung von angeblichen Falschinformationen über die russische Invasion in der Ukraine bezahlen.
Die Aufsichtsbehörde Roskomnadzor teilte mit, ein Bezirksgericht habe Google mit einer Geldstrafe von 21,1 Milliarden Rubel (umgerechnet rund 370 Millionen Euro) belegt, weil das Unternehmen wiederholt versäumt habe, den Zugang zu verbotenem Material unverzüglich einzuschränken.
So habe die zum Konzern gehörende Videoplattform YouTube „Falschinformationen über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine“ nicht gelöscht, die die Streitkräfte der Russischen Föderation diskreditierten.














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