„Liegt auf der Hand“

Bundesliga-Trainer sind sich in Meisterfrage einig

Fußball National
19.07.2022 05:30

Für die Trainer der österreichischen Fußball-Bundesligisten bestehen wenig bis keine Zweifel, wer die am Freitag beginnende Saison als Meister abschließen wird. Titelverteidiger Red Bull Salzburg wurde in der Umfrage von den Betreuern wieder einmal als haushoher Favorit genannt, als größter Herausforderer gilt Vize-Champion Sturm Graz. Einen heißen Tipp, wer diesmal in die Rolle des Überraschungsteams schlüpfen könnte, haben die Coaches nicht.

Dafür besteht in der Meisterfrage Einigkeit. „Dass Salzburg sich nur selbst schlagen kann, liegt auf der Hand. Sie sind ein Krösus in Österreich, der kaum erreichbar ist“, meinte Sturm-Betreuer Christian Ilzer. Austria-Coach Manfred Schmid hält die Chancen für einen neuerlichen Titelgewinn der „Bullen“ für „sehr, sehr hoch. Man braucht schon eine perfekte Saison, dass man gegen Salzburg eine Chance hat“, sagte der Wiener.

Wer kan Salzburg Druck machen?
WAC-Coach Robin Dutt sieht die Möglichkeit eines Salzburger Scheiterns in der Liga bei null Prozent, WSG-Betreuer Thomas Silberberger bei null bis fünf Prozent. Rapids Ferdinand Feldhofer bezeichnete den Serienchampion als „großen Gejagten und absoluten Topfavoriten“. Austria Klagenfurts Peter Pacult geht so wie Dietmar Kühbauer (LASK), Miroslav Klose (Altach), Christian Heinle (Ried), Klaus Schmidt (Hartberg) und Markus Mader (Austria Lustenau) ebenfalls von einer erfolgreichen Titelverteidigung von Andreas Ulmer und Co. aus.

Salzburg-Coach Matthias Jaissle meinte, man wolle wieder über das komplette Jahr performen. Als schärfste Widersacher erwartet der Deutsche Sturm, Rapid, die Austria und eventuell den WAC. Ein mögliches Überraschungsteam hat Jaissle noch nicht ausmachen können. „Ich bin gespannt, wer es dieses Jahr wird.“

Wer überrascht dieses Jahr?
Ebenfalls noch unschlüssig in dieser Angelegenheit sind Dutt, Feldhofer, Silberberger, Kühbauer, Klose, Schmidt und Mader. Ilzer spekuliert in dieser Angelegenheit mit der WSG Tirol, Schmid mit Austria Lustenau und Ried. Heinle geht davon aus, dass die ersten sechs Ränge von Salzburg, Rapid, Austria, Sturm, LASK und dem WAC belegt werden. „Aber wenn einer davon schwächelt, werden alle probieren, da zu sein.“

Pacult geht stark davon aus, dass Salzburg, Rapid, Austria, Sturm und der LASK in der Meistergruppe zu finden sein werden. „Der Rest spielt um die Plätze sechs bis zwölf“, mutmaßte der Wiener, der mit der Klagenfurter Austria in der Vorsaison überraschend das obere Play-off erreicht hatte. Davor gelang dies mit St. Pölten, Hartberg und WSG Tirol weiteren Underdogs.

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