Sieg gegen Nordirland

„Nur“ 4:1: Norwegens Teamchef Sjogren unzufrieden

Frauen Fußball EM
08.07.2022 15:47

Das Spiel ganz klar dominiert, aber gegen EM-Debütant Nordirland „nur“ 4:1 gewonnen: Norwegens Frauen-Fußball-Nationalteam konnte mit dem Einstieg ins Turnier in England am Donnerstag nicht vollauf zufrieden sein. „Ich bin sehr zufrieden mit den ersten 45 Minuten, aber dann ist Nordirland zurückgekommen. Wir sind da ein bisschen schlampig geworden, das kann man sich bei einer EM nicht leisten. Dann wird man bestraft, was passiert ist“, sagte Norwegens Teamchef Martin Sjögren.

Seine Elf konnte nach dem Ehrentreffer des Underdogs zum 1:3 aber rasch zurückschlagen. „Insgesamt bin ich daher glücklich mit der Leistung“, überwog bei Sjögren die Freude. Auch wenn man deutlich mehr Tore erzielen hätte können. Trotzdem gelangen zum ersten Mal seit 2005 (5:3 gegen Italien) bei einer EM vier oder mehr Treffer. Das auch dank einer in der Offensive überragenden Barcelona-Legionärin Caroline Graham Hansen, die den Elfmeter zum 3:0 verwandelte und mit diversen Dribblings das Publikum verzückte.

Auf Level mit Deutschland
Ihr Treffer war der 50. von Norwegen auf EM-Ebene, diese Marke haben sonst nur Rekordchampion Deutschland und Schweden erreicht. „Nach meinem Gefühl haben wir gut gespielt. Es war erst das erste Spiel, da geht es darum, gut hineinzufinden, und das ist uns gelungen“, fasste Hansen zusammen. Nun gelte es, hart weiterzuarbeiten und aus den eigenen Fehlern zu lernen. „Gegen England bietet sich da eine gute Chance für uns.“

Nordirland stieg besser aus als in der WM-Qualifikation, wo es gleich zweimal ein 0:6 gesetzt hatte. Deutlich wurde bei der sechsten Niederlage gegen Norwegen in Folge allerdings auch, dass der Aufstieg ziemlich sicher außer Reichweite bleiben wird.

Monster erschaffen
„Wir haben ein Monster erschaffen, weil wir zu schnell gewachsen sind. Gegen ein Team dieser Qualität ist es einfach auch schwer“, meinte Nordirlands Teamchef Kenny Shiels. Er war aber auch bestrebt, das Positive vor den Vorhang zu bringen. „Wir haben einiges gut gemacht. Wir waren kreativ und in den letzten 15 Minuten der ersten Hälfte und den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte haben wir sie richtig beschäftigt.“

Julie Nelson avancierte in der 49. Minute zur ersten EM-Torschützin der nordirischen Geschichte und mit 37 Jahren und 33 Tagen auch zur ältesten Spielerin, die jemals bei einer EM-Endrunde getroffen hat. „Das ist ein unglaubliches Gefühl“, betonte sie. Nach der Pause habe man gezeigt, dass es nicht so leicht sei, Tore gegen ihr Team zu erzielen. „Das brauchen wir jetzt auch im weiteren Turnierverlauf“, sagte Nelson.

Am Montag (18.00 Uhr) steht im Verliererduell mit Österreich in Southampton für beide Teams schon ganz viel auf dem Spiel. Drei Stunden später kämpfen England und Norwegen in einem ausverkauften Stadion in Brighton um die Nummer-Eins-Position in der Gruppe A.

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