"Krone": Ist ein ähnlicher Erfolg wie 2007 in Kanada möglich?
Michael Schimpelsberger: Ich bin damals auch in der Nacht aufgestanden, um das Semifinale im Fernsehen anzusehen. Wenn wir eine ähnliche Aufmerksamkeit erreichen, wär’s schon gut. Aber ich will da keine Vergleiche ziehen. Eine andere Mannschaft, andere Gegner.
"Krone": Für den damaligen Kapitän Sebastian Prödl und andere brachte die WM einen großen Karriereschub. Trauen Sie sich das auch zu?
Schimpelsberger: Grundsätzlich wollen wir die Sterne vom Himmel holen. Wir haben große Offensivqualitäten. Das ist unsere Stärke, auf die wir setzen. Und wir verstehen uns perfekt, sagen uns zwar mitunter gehörig die Meinung, halten aber trotzdem wie Pech und Schwefel zusammen.
"Krone": Offensive schön und gut. Aber es gab trotz Qualifikation zu viele Verlusttore.
Schimpelsberger: Aber wir trauen uns zu, in den entscheidenden Momenten immer eines mehr zu erzielen. Daran wird sich nichts ändern. Wir machen uns vor nichts und niemandem in die Hosen.
"Krone": Was sagt der Kapitän zu Abstellungsproblemen und verweigerten Freigaben?
Schimpelsberger: Ich find’s nicht korrekt, Spielern diese Chance zu vermasseln. Das ist ja die zweitgrößte Veranstaltung des Weltverbands, eine große Bühne.
"Krone": Ist ohne Alaba, Dragovic und Holzhauser gegen Panama, Brasilien und Ägypten der Aufstieg drinnen?
Schimpelsberger: Wir müssen positiv frech bleiben statt zu jammern. Dragovic spielte nie bei uns, Alaba fehlte beim entscheidenden 1:0 gegen Holland. Wir haben auch ohne die drei noch genug Qualität zum Aufstieg.
"Krone": Seit dem 1:0 gegen Holland im Juli 2010 kein internationales Spiel, nur ein Test gegen Grödig. Panama kommt auf 33 Testspiele. Wie kann das klappen?
Schimpelsberger: Das Trainingslager Anfang Juni in Spanien war perfekt. Wir werden topfit sein, um unser Spiel durchzubringen. Wir haben keinen Langen, daher keine hohen Bälle, sondern flach und schnell nach vorne. Nur ein Startsieg über Panama ist der Schlüssel zum Aufstieg.
"Krone": Danach Brasilien als Anreiz und Herausforderung.
Schimpelsberger: Ist erst nach Panama das große Thema. So sind wir eben.
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