20.05.2022 17:00 |

Kärntner Autobahnen

Noch immer weniger Pkw unterwegs als vor Corona

Die Zeit der Lockdowns ist hoffentlich vorüber. Aber auf unseren Autobahnen sind immer noch weniger Pendler und Private mit ihrem Pkw unterwegs als vor der Pandemie. 

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Insgesamt 7,3 Prozent weniger Pkws als 2019 auf unseren Autobahnen: das zeigt eine aktuelle Analyse von Asfinag-Daten des Verkehrsclub Österreich für Jänner bis April. Den größten Rückgang gab es am Grenzübergang Thörl-Maglern mit 24 Prozent. Hier spielen natürlich die strengen Corona-Einreisebestimmungen nach Italien noch immer eine große Rolle.

Pkw auf Kärntner Autobahnen: Vergleich 2019 und 2022

A2 Pörtschach Ost: 31.800 Pkw/Tag (- 6,7 %)
A2 Velden: 26.600 (- 10,2 %)
A2 Villach: 22.200 (- 8,3 %)
A2 Klagenfurt Nord: 22.900 ( - 3,4 %)
A10 Spittal an der Drau: 18.100 (- 2,7 %)
A2 St. Andrä im Lavanttal: 16.900 (- 8,0 %)
A11 St. Ulrich: 10.200 (- 3,3 %)
A2 Thörl-Maglern: 5.100 (- 24,0 %)

Weniger Pendelverkehr
Aber für den Rückgang auf der A2, der am stärksten befahrenen Autobahn Kärntens, sind andere Gründe ausschlaggebend. Gerade die Pendler von und nach Klagenfurt machen einen großen Teil des Pkw-Verkehrs aus.In den Lockdowns ist der Großteil von ihnen überhaupt zu Hause geblieben, und nicht alle sind wieder mit dem Auto unterwegs. Und dann kam der gewaltige Preissprung bei Benzin und Diesel. Mitte März war Benzin fast 60 Prozent teurer als noch im März 2019. Das macht Alternativen deutlich attraktiver und auch notwendig.

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Die gestiegenen Spritpreise wirken natürlich verkehrsreduzierend. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet, es steigen mehr auf öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad um.

VCÖ-Experte Michael Schwendlinger

Attraktive Alternativen für Pendler
Der VCÖ spricht sich für mehr Bahn- und Busverbindungen und bessere betriebliche Angebote aus. „Angesichts der aktuellen Energie- und Klimakrise braucht es verstärkte Maßnahmen zur Reduktion der Verkehrsbelastung. Durch Angebotsverbesserungen sollen alle, die umsteigen wollen, die Möglichkeit dafür bekommen. Und für alle, die schon heute können, braucht es verstärkte Anreize und Unterstützung“, betont VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Immer mehr Beschäftigte kommen wegen Anreizen wie Öffi-Jobtickets mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Als erfolgreiche Kärntner Beispiele nennt er die Unternehmen Infineon in Villach und Mahle in St. Michael ob Bleiburg.

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