10.05.2022 12:16 |

Wasserkraft in China

Roboter und 3D-Drucker sollen 180-Meter-Damm bauen

Im Streben nach geringerer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen will China in den kommenden Jahrzehnten im großen Stil die Wasserkraft ausbauen. Ein geplantes Projekt ist der Yangqu-Staudamm am Oberlauf des Gelben Flusses im tibetischen Hochland: Dieser soll bis 2024 in einem neuartigen Verfahren mit 3D-Druck-Technologien von autonomen Baumaschinen errichtet werden.

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Wie die „South China Morning Post“ berichtet, soll der 180 Meter hohe Damm im Hochland Tibets - ganz ähnlich wie Häuser aus dem 3D-Drucker - Schicht für Schicht aus Beton gegossen werden. Dabei sollen autonome Baufahrzeuge zum Einsatz kommen, die von einem Computer statt von menschlichen Fahrern gesteuert werden.

China verspricht sich von der neuartigen Methode eine äußerst kurze Bauzeit: Die Talsperre soll binnen zwei Jahren vollendet werden, ab 2024 soll der Yangqu-Staudamm Strom produzieren.

Kraftwerk soll 50 Millionen Menschen versorgen
Der geplante Staudamm soll eine der bevölkerungsreichsten Gegenden Chinas mit Elektrizität versorgen: In der Provinz Henan mit insgesamt 100 Millionen Einwohnern könnte das neue Wasserkraftwerk mit einem Output von 180 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr die Hälfte der Bevölkerung mit Strom versorgen, erwarten die Betreiber.

China will bis 2060 CO2-neutral werden
China hat angekündigt, bis 2060 CO2-neutral werden zu wollen. Dabei setzt die Regierung in Peking im großen Stil auf Wasserkraft: Einige Megaprojekte wie der Dreischluchtendamm wurden in den letzten Jahrzehnten bereits in Betrieb genommen, nun soll der Ausbau weiter forciert werden.

Wasserkraft kann auch negative Folgen haben
Allerdings kann auch Wasserkraft negative Folgen für die Umwelt haben - etwa, wenn derart unterbrochene Gewässer von Fischen nicht mehr passiert werden können, die zu ihren Laichgebieten im Oberlauf ziehen. Auch für die Bevölkerung können Staudammprojekte problematisch sein - etwa, wenn es zu Zwangsumsiedlungen kommt, weil ein Stausee Dörfer überflutet.

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