03.05.2022 18:31 |

Pressefreiheit

Wirbel um Ranking-Absturz, auch Schweiz verliert

Der Absturz Österreichs in Sachen Pressefreiheit auf Platz 31 sorgt innenpolitisch für gehörigen Wirbel: Die FPÖ beschuldigt ÖVP, die SPÖ will ein eigens Gipfeltreffen. Doch nicht nur Österreich stürzte im Ranking ab, auch unser Nachbarland, die Schweiz, verliert. 

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Laut dem Ranking von Reporter ohne Grenzen rangiert die Schweiz, einst „Musterschüler“, erstmals seit 2015 nicht mehr in den Top Ten der Rangliste - sie rutscht um vier Plätze ab und belegt im weltweiten Vergleich Rang 14. Österreich rutscht von Platz 17 auf 31, die Hauptverantwortung für den „katastrophalen Absturz“ liegt laut Reporter ohne Grenzen bei der Regierung. Stichwort Studienaffäre und Korruption.

Innenpolitischer Wirbel
Innenpolitisch sorgt das nun für Wirbel. Die Grünen drängen auf rasche Reformen bei der Medienförderung. Bundespräsident Alexander Van der Bellen fordert eine Trendumkehr. Die FPÖ ortet die Schuld bei der ÖVP. Die SPÖ will ein Konvent und unabhängige ORF-Gremien. Ähnlich äußern sich die NEOS. Medienministerin Susanne Raab (ÖVP) will sich hingegen das Bewertungssystem „genau ansehen“.

„Wir haben die 14 Plätze Verlust leider verdient als Land“, sagte RSF-Österreich-Präsident Fritz Hausjell bei der Präsentation des Berichts. 2018 war Österreich noch auf dem 11. Platz in der jährlich aktualisierten Liste gelegen. Im Ibiza-Jahr 2019 musste es die Topgruppe verlassen und lag seitdem zwischen den Plätzen 16 und 18. „Schluss mit Ausreden - diesen Absturz kann man nicht mehr schönreden“, kommentierte RSF Österreich das Ergebnis.

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