Kinderasthma

„Hilfe Mama, ich bekomme keine Luft“

Etwa 5,5 Millionen Kinder leiden europaweit an Asthma. Da die Diagnostik sehr komplex und herausfordernd ist, kommt es häufig dazu, dass die Erkrankung entweder nicht erkannt oder auch fälschlicherweise diagnostiziert wird.

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Deshalb werden viele Betroffene gar nicht, nicht ausreichend oder unnotwendigerweise behandelt - mit mitunter weitreichenden Auswirkungen auf ihr weiteres Leben. „Asthma vor dem fünften Lebensjahr festzustellen ist schwierig, denn mit so kleinen Kindern kann man die zur Diagnose notwendigen Tests einfach noch nicht durchführen“, erklärt OÄ Univ.-Prof. Dr. Angela Zacharasiewicz, Leiterin des Arbeitskreises Pädiatrische Pneumologie der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie und Oberärztin an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde im Klinikum Ottakring, Wilhelminenspital anlässlich des Weltasthma-Tages am 3.5.

Meist braucht es dabei mehrere Arztbesuche, denn die Beschwerden wie Husten oder Atemnot, typischerweise verbunden mit pfeifenden Geräuschen, dem sogenannten Giemen, treten meist anfallsartig auf und dazwischen sind die Kinder und Jugendlichen beschwerdefrei. Daher empfiehlt die Expertin, ein Asthma-Tagebuch zu führen, in dem die Symptome notiert werden. Dieses dann unbegingt beim Arzbesuch mitnehmen.

Eine korrekte Diagnosestellung und nachfolgende Therapie ist, neben der Verbesserung der aktuellen Situation, auch enorm wichtig für ihren weiteren Lebensweg. „Denn die Lungenfunktion im Kindesalter hat Auswirkungen auf die Lungengesundheit im Erwachsenenalter“, betont Priv.-Doz. Dr. Robab Breyer-Kohansal, Abt. für Atemwegs- und Lungenkrankheiten Klinik Penzing, Wien, und Forschungsleiterin am Ludwig Boltzmann Institut für Lungengesundheit.

Karin Rohrer-Schausberger
Karin Rohrer-Schausberger
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Sonntag, 29. Mai 2022
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