Justiz reagierte nicht

Ex-Mann drohte mit Tod und Entführung der Tochter

Ein Opfer klagt an: Der verurteilte Ex-Mann drohte ihr mit dem Tod und der Entführung des Kindes - nichts passierte. Jetzt liegt ihr Freund im Koma.

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Eine rechtskräftige Verurteilung wegen gefährlicher Drohung in der Akte, ein laufendes Verfahren wegen Körperverletzung, als er vor der Schule der Tochter einen Mann niederschlug - und immer wieder Sprachnachrichten mit Morddrohungen und Ankündigungen, die gemeinsame Tochter zu entführen: Der Ex-Mann der Wienerin Valeria M. (34, Name von Redaktion geändert) machte ihr das Leben zur Hölle.

Trotz Anträgen kein Gehör gefunden
Und alle Hilferufe der verzweifelten Frau am Bezirksgericht Klosterneuburg (NÖ) wurden im Vorjahr nicht ernst genommen. „Meine Mandantin und ich haben vorgesprochen, Anträge eingebracht, doch es wurde uns kein Gehör geschenkt“, so der Wiener Rechtsanwalt Franz Nestl. Das endete diesen Ostersonntag im Kroatien-Urlaub dann in einem Drama: Plötzlich stand der im Jahr 2018 verlassene Wiener nämlich vor der Tür und prügelte vor den Augen des gemeinsamen Kindes (7) auf seine Ex-Frau und ihren neuen Lebensgefährten ein.

Zitat Icon

Meine Mandantin und ich haben im Vorfeld der Tat bei Gericht Anträge eingebracht und vorgesprochen, doch wir wurden weggeschickt.

Rechtsanwalt Franz Nestl zum Drama

„Mir hat er zwei Rippen gebrochen“
„Mein Partner liegt jetzt im Koma auf der Intensivstation mit einer Gehirnblutung. Mir hat er zwei Rippen gebrochen“, schildert Valeria M. die Gewalt-Attacke. Der Schläger wurde verhaftet und sitzt nun in einem kroatischen Gefängnis - Ermittlungen wegen Mordversuch.

Ähnlicher Fall im September 2021
Dieser Fall weist erschreckende Parallelen zu jener Tat aus dem September des Vorjahres auf, als ein Wiener in seiner Villa in Kroatien seine drei Kinder tötete und es zuvor im Internet angekündigt hatte. Nestl weiter: „Als dieser Fall passiert ist, sind wir wieder bei Gericht vorstellig geworden und haben von Morddrohungen und angekündigter Entführung berichtet. Wir wurden erneut weggeschickt.“ Jetzt nahm die Tragödie ihren Lauf ...

Matthias Lassnig
Matthias Lassnig
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