06.04.2022 13:52 |

4000 Fälle im Vorjahr

Sozialleistungsbetrug: 20 Millionen Euro Schaden

4346 Fälle hat die Task Force Sozialleistungsbetrug im Bundeskriminalamt 2021 bearbeitet. Darunter waren vor allem Schwarzarbeit in der Arbeitslosigkeit, Mindestsicherungen trotz Vermögen, verschwiegene Auslandsreisen und gefälschte Altersangaben, um länger Jugendförderungen zu beziehen. Der Schaden betrug knapp 20 Millionen Euro.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Das ging aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage von FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer hervor. Die Task Force forschte im Vorjahr bei mehr als 4000 Fällen 4730 Verdächtige aus.  „Sozialleistungsbetrug ist ein Betrug an der Gesellschaft und muss angesichts der enormen Geldbeträge, um die es in diesem Bereich geht, entsprechend verfolgt und geahndet werden“, sagte Amesbauer in einer Aussendung. Wenn es um den Erhalt des Wohlfahrtsstaates und die dafür notwendigen Schritte der Bürger geht, dürfe keinesfalls weggesehen werden.


Die häufigsten Betrugsfälle im Vorjahr betrafen Schwarzarbeit in der Arbeitslosigkeit, Mindestsicherung trotz Vermögen, verschwiegene Auslandsreisen und auch die „Alterslüge“. Letztere besteht darin, dass sich Jugendliche jünger machen, um länger Jugendfördermittel zu beziehen. Rund 70 Prozent der Tatverdächtigen sind Fremde.

Hohe Dunkelziffer
Brigadier Bernhard Gaber, der Leiter der Taskforce, vermutet zudem eine hohe Dunkelziffer bei den Betrugszahlen. Die Corona-Schutzmaßnahmen würden Betrug etwa erleichtern, weil viele Anträge und Nachweise bloß „online“ statt persönlich überbracht werden müssen, sagte er der „Kleinen Zeitung“.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 27. Mai 2022
Wetter Symbol
(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)