Einzig zwei erzielte Tore machten vor dem Top-Duell der steirischen Gebietsliga Mur den Unterschied zwischen Leader Weißkirchen und Verfolger Krakaudorf aus. Nach dem direkten Aufeinandertreffen hat sich die Lage zugunsten des Heimteams um ein schönes Stück verbessert.
Zunächst aber schenkten sich die Tabellennachbarn auf einem wegen Dauerregens sehr tiefen Platz und bei frostigen Temperaturen nichts - außer vier Tore in 17 Minuten. „Es war kein Spiel für Freunde des gepflegten Defensiv-Fußballs“, lachte Sieger-Trainer Karl Heinz Freisl. Mit seiner Offensiv-Abteilung hingegen war der Coach sehr zufrieden: „Wir haben rasch erkannt, dass in diesem Spiel nur hoch und weit zu Toren führt.“
Beim Heimteam hervorgetan hat sich einmal mehr Doppelpacker Christoph Marchl, der bereits bei 22 Treffern hält. „Bei seinen Toren hat man gesehen, warum er aktuell die Liga zerschießt. Eigentlich müsste er drei Klassen weiter oben spielen“, erklärt Freisl. Einmal schlug der Torjäger per Freistoß zu. „Ein Jahrhundert-Treffer“, war sich der Heim-Anhang sicher.
„Im Kopf verloren“
Weniger Freude darüber hatte Krakaudorfs Sektionsleiter Alexander Jesner: „Sicher haben sie individuelle Klasse, aber wir haben das Spiel heute im Kopf verloren.“ Damit meinte Jesner die schnellen Ausgleichstreffer in der ersten Halbzeit, wovon man sich einen sogar selbst eingeschenkt hat. Den Aufstieg abgeschrieben hat man bei den Gästen jedoch noch lange nicht: „Wir bleiben dran.“
Markus Lösel/Kronen Zeitung
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