Niederösterreich

Mit Bomben und Granaten durchgefallen

Gute Kommunikation, heißt es, ist die halbe Miete. Umgemünzt auf die aktuelle Corona-Politik steht dann bald die Zwangsräumung an. Denn als die Beamten in St. Pölten gestern zum Dienst erschienen, suchten sie die neue Verordnung des Bundes vergeblich. „Alles, was wir derzeit vorbereiten, beruht auf den Pressestatements des Gesundheitsministers“, kritisierte die zuständige Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Kein Wunder also, dass die Corona-Maßnahmen in den jeweiligen Ländern unterschiedlicher nicht sein könnten. Da gerät der Fall eines Niederösterreichers, der sich per Gurgeltest in Wien hätte freitesten können, nach dem Nasenabstrich in Korneuburg aber weiter in Quarantäne geschickt wurde, zur Randnotiz der Kuriositäten. Es ist, man kann es nicht mehr anders sagen, zum Kopfschütteln. Für Verwunderung sorgte auch eine andere Ministerin: Klaudia Tanner, die Landesverteidigung im Portefeuille, resümierte über die erfolgreiche Übung des Bundesheeres mit deutschen Artillerieverbänden in Allentsteig. Dass die Panzerkonvois der Bundeswehr bei der An- und Abreise für Unruhe in der Bevölkerung gesorgt hatten, eine Sprenggranate auf dem Truppenübungsplatz zu einem verheerenden Waldbrand führte - davon findet sich in der Aussendung kein Wort. Dank für den unermüdlichen Einsatz der freiwilligen Feuerwehren? Fehlanzeige. Dafür reichlich Lob für die internationale Zusammenarbeit, die den Horizont unserer Soldatinnen und Soldaten erweitern soll. Das würde den Kommandanten - des Bundesheeres wie der Pandemie-Bekämpfung - vielleicht auch nicht schaden.

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