Mit einem selbst gemachten Soda-Getränk kann man sich das kistenweise Schleppen von schweren Flaschen ersparen. Und der Umwelt Gutes tun, indem man Müll vermeidet. Schade allerdings, dass man die Sodazylinder zwar gegen volle umtauschen kann. Den Kaufpreis für nicht gebrauchte erhält man aber nicht zurück.
Das Prinzip ist einfach. Man kauft sich ein passendes Gerät, einen Sodazylinder, und schon kann man zu Hause sprudelnde Getränke herstellen. Den leeren Zylinder tauscht man im Geschäft um ein paar Euro gegen einen vollen um. Auch Familie B. macht das seit Längerem so.
„Im zweiten Lockdown haben wir nach und nach insgesamt vier Zylinder gekauft, da es nie volle zum Austausch gab“, so Frau B. Nachdem sich die Versorgungslage verbessert hat, wollte die Wienerin drei Zylinder zurückgeben und hat dabei Erstaunliches herausgefunden. Sie kann diese drei Druckbehälter nur wegschmeißen.
Zylinder sind keine Pfandprodukte
Zurückgekauft werden diese vom Geschäft jedenfalls nicht. „Der Hersteller würde uns fünf Euro geben. Die Differenz zwischen Kaufpreis und voller Flasche wären aber 18 Euro. Es ist schon ein Unterschied, ob wir 54 oder 15 Euro zurückbekommen“, ärgert sich die Leserin zu Recht.
Uns gegenüber hat die betroffene Handelskette erklärt, dass es sich bei den Zylindern tatsächlich nicht um Pfandprodukte handelt. Sondern mit dem Kauf erwirbt man das Produkt und kann es zum Wiederbefüllen tauschen. In Kulanz kauft man Frau B. nun die funktionstüchtigen Flaschen einmalig um je 10 Euro ab. Aber alle anderen sollen die noch verwendbaren Flaschen entsorgen. Oder dem Hersteller „schenken“. Ein recht merkwürdiges System.
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