18.02.2022 21:09 |

Konflikt mit Russland

Botschafter: „Ukraine bereitet keinen Angriff vor“

Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine droht im Osten des Landes nun die Lage zu eskalieren. Es kam zu den schlimmsten Gefechten zwischen pro-russischen Separatisten und ukrainischen Streitkräften seit 2015. Moskau wirft Kiew vor, eine Offensive in das Donbass-Gebiet vorzubereiten. Die Ukraine bestreitet das vehement.

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Die „Krone“ telefonierte Freitagabend noch mit dem Botschafter der Ukraine in Wien, Vasyl Khymynets: „Das ist eine bewusste Zuspitzung des Konflikts durch Russland“, sagte er. „Eine gezielte Desinformationskampagne.“ Laut dem Botschafter bereite die Ukraine „selbstverständlich keinen Angriff vor“, die Armee lasse sich zu nichts hinreißen und werde auch weiterhin nicht offensiv aktiv werden.

„Die Menschen im Donbass bezeichnen wir als ukrainische Mitbürger“, so der Botschafter. Und Ukrainer würden nicht auf Ukrainer schießen. „Wir wollen auf beiden Seiten in Frieden leben.“ Khymynets verurteilte diese „gezielt gestreuten Fake News Russlands“ und forderte die ganze Welt auf, das ebenfalls zu tun.

Befürchtungen wegen Truppenmobilisierung von Russland
Wegen des massiven Truppenaufmarschs im Grenzgebiet zur Ukraine befürchtet der Westen, dass der Kreml einen Einmarsch in sein Nachbarland in Erwägung zieht und sogar eine Ausweitung des Konflikts auf NATO-Staaten drohen könnte. Für möglich wird allerdings auch gehalten, dass lediglich Ängste geschürt werden sollen, um die NATO zu Zugeständnissen bei den Forderungen nach neuen Sicherheitsgarantien zu bewegen. Russland dementiert Angriffsplanungen ebenfalls.

Mit der angekündigten Evakuierung von 700.000 Einwohnern der Separatistengebiete nach Russland spitzte sich die Krise dennoch erneut zu. Zudem befeuerten Berichte über Kämpfe zwischen den von Russland unterstützten Abtrünnigen im Osten des Landes mit der ukrainischen Armee am Freitag Befürchtungen, ein Angriff Russlands könne unmittelbar bevorstehen.

Clemens Zavarsky
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 krone.at
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