09.02.2022 09:59 |

Im Kampf gegen Corona

WHO mahnt zur Solidarität und fordert 14 Mrd. Euro

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zur Finanzierung ihres Programms gegen die Corona-Pandemie einen Hilfsappell an die wohlhabenden Länder gerichtet. Es seien 16 Milliarden Dollar (rund 14 Milliarden Euro) nötig, um „die unmittelbare Finanzierungslücke“ der Initiative ACT-A zu schließen, teilte die UNO-Organisation am Mittwoch in Genf mit.

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Das ACT-A-Programm bündelt die internationalen Bemühungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie und zielt auf die Entwicklung, Herstellung, Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen, Tests und Schutzausrüstung ab. Aus ACT-A ging die Impfkampagne COVAX hervor, die eine weltweit gerechte Verteilung der Corona-Vakzine sicherstellen soll.

WHO erneuert Appell zur gerechten Verteilung
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante sei es umso dringlicher, eine gerechte Verteilung von Tests und Impfstoffen zu gewährleisten. „Die Wissenschaft hat uns die Instrumente zur Bekämpfung von Covid-19 gegeben; wenn sie weltweit solidarisch geteilt werden, können wir Covid-19 noch heuer als globalen Gesundheitsnotstand beenden.“

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Die Wissenschaft hat uns die Instrumente zur Bekämpfung von Covid-19 gegeben; wenn sie weltweit solidarisch geteilt werden, können wir Covid-19 noch heuer als globalen Gesundheitsnotstand beenden.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus

16 Milliarden ein „überschaubarer Betrag“
Für die Unterstützung der ärmeren Länder im Kampf gegen Corona seien - wie eingangs erwähnt - laut WHO rund 16 Milliarden Dollar (rund 13,98 Milliarden Euro) nötig. 92 Prozent des erforderlichen Gesamtbetrags sollen nach UN-Berechnungen von der EU und den G20 kommen, der Gruppe der großen Industrie- und Schwellenländer.

Angesichts der weltwirtschaftlichen Folgen der Pandemie seien die 16 Milliarden Dollar ein sehr überschaubarer Betrag, so der WHO-Botschafter für globale Gesundheitsfinanzierung, Gordon Brown. Er kritisierte die nach wie vor enorme Ungleichheit bei der weltweiten Verteilung von Impfstoffen und der Verfügbarkeit von Tests und Medikamenten. In den armen Staaten sei die Impfquote weiterhin gering. Zugleich verfielen in nächster Zeit viele Millionen ungenutzter Impfdosen in den reichen Ländern.

Die WHO hat das Ziel, dass bis zur Jahresmitte 70 Prozent der Weltbevölkerung geimpft sind.

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