06.02.2022 12:28 |

Aufwendige Sanierung

Dutzende Risse gefährden die Kirche

Seit rund 500 Jahren trotzt die Pfarrkirche im Eisenstädter Stadtteil St. Georgen Wind und Wetter und ist ein Hort der Geborgenheit für Gläubige. Doch der Zahn der Zeit hat schwer an dem Gotteshaus genagt. Tiefe Risse durchziehen das Mauerwerk. Die Sanierung ist aufwendig und wird rund zwei Monate dauern.
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Schon aus der Ferne sieht man den Kirchturm, der Gläubigen signalisiert, dass hier das Wort des Herrn verkündet wird. Das Gotteshaus ist dabei ein wahres Kleinod, zieren sein Inneres doch unter anderem die zwei rund 500 Jahre alten Wandgemälde „Das letzte Gericht“ und die „Krönung Mariens“. Am Marienaltar ist eine Muttergottesdarstellung vom Ödenburger Künstler Franz Storno zu bestaunen. Doch der Zahn der Zeit hat massiv an der Struktur der Kirche genagt.

Risse über 100 Jahre alt
„Durch Setzungen sind im Bereich des Gewölbes zahlreiche Risse entstanden“, weiß der Bildhauer Alexander Gregorics. Er ist der Restaurator, unter dessen Leitung die Schäden repariert werden und vermutet, dass die Risse in den vergangenen 100 Jahren oder sogar noch früher sukzessive entstanden sein dürften. Das Heimtückische: Es waren wohl immer nur kleine einzelne Risse, denen niemand eine große Bedeutung beimaß. Auch Maler, die immer wieder kleinere Arbeiten in der Kirche ausführten, spachtelten die kleinen Haarrisse einfach zu und trugen neue Farbe auf. Doch unter dem Verputz breiteten sich die Schäden im Laufe der Zeit immer weiter aus, bis sie ihr heutiges Ausmaß erreichten. Gregorics: „Wir haben teilweise mehrere Risse parallel. Vereinzelt schimmert sogar das Licht durch die Gewölbedecke.“ Die Sanierung ist zeitaufwendig. Der Fachmann rechnet mit acht bis zehn Wochen Dauer. Doch danach soll das historische Gotteshaus wieder im alten Glanz erstrahlen. Bis dahin müssen die Messen im Pfarrheim abgehalten werden.

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