27.01.2022 08:02 |

Nach Umweltprüfung

Schlechte Karten für AKW Krško

Im jahrelangen Ringen um eine Stilllegung des altersschwachen Atomkraftwerkes in Krško scheint sich endlich etwas zu bewegen. Nach Ansicht von Global 2000 könnten die Chancen im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung steigen, dass der Betreiber den Meiler lieber einmottet, als ihn um teures Geld zu adaptieren.

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Seit die EU-Kommission die Kernenergie als „grün“ einstufen will, blickt man in Kärnten besorgt ins benachbarte Slowenien. Dort soll, wie berichtet, die Betriebszeit des maroden Atomkraftwerkes Krško um 20 Jahre verlängert werden. Eine unabhängige Überprüfung könnte jedoch die Wende bringen.

„Wenn die Prüfung ergibt, dass der Meiler adaptiert werden muss, dann wird sich der Betreiber sicherlich überlegen, ob sich das überhaupt rechnet“, meint Reinhard Uhrig von Global 2000. Noch ein weiterer Faktor spiele den Atomgegnern in die Hände - die Zeit. „Ist die Prüfung durch, und es müssen die Umbauarbeiten umgesetzt werden, dann sind diese Ende des Jahres 2023 durchzuführen“, erklärt der Umweltexperte. Andernfalls müsste das Atomkraftwerk abgeschaltet werden.

Auch Umweltlandesrätin Sara Schaar (SP) wird im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung Stellungnahmen und Gutachten einbringen. „Vor allem das Alter des Reaktors und die Lage im Erdbebengebiet spielen eine wesentliche Rolle“, erklärt Schaar, die sich mit ihren steirischen Kollegen für die Stilllegung des Meilers einsetzt.

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