Do, 20. September 2018

"Zoki-Effekt" vorbei

05.05.2011 14:13

Für Rapid wird's nun sogar im Rennen um EL-Platz eng

Die Ära von Interimstrainer Zoran "Zoki" Barisic bei Rapid hat mit drei Siegen bärenstark begonnen. Nach den jüngsten Niederlagen in der Meisterschaft gegen Salzburg und am Mittwoch im Cup-Halbfinale gegen Ried laufen die Wiener nun allerdings Gefahr, wieder ins Mittelmaß abzurutschen und sogar einen Europacup-Startplatz für die kommende Saison zu verpassen.

"Zusammen ins Finale" hatten die Rapid-Fans vor der Partie als Motto ausgegeben. Und die Gäste aus Hütteldorf waren vor der Pause auch tonangebend, gingen durch den Ex-Rieder Hamdi Salihi verdient in Führung. Mit Fortdauer der zweiten Hälfte wendete sich allerdings das Blatt. "Ich weiß nicht, warum wir zum Fußballspielen aufgehört haben. Die Niederlage ist sehr, sehr bitter", ärgerte sich Barisic, der mit dem Ausscheiden wohl auch die letzte Chance verpasste, zu einer Rapid-Dauerlösung zu werden.

Insgesamt habe seiner Mannschaft vor allem nach der Pause die Durchschlagskraft im Spiel nach vorne gefehlt. "Das Spiel in der Tiefe hat nicht mehr so funktioniert wie in der ersten Hälfte", sagte der Rapid-Coach. "Wir haben zwei dumme Tore kassiert, da haben alle geschlafen", meinte Goalie Helge Payer, der dabei selbst auch schlecht aussah. Zeit zum Trübsal blasen bleibt für Payer und Co. aber nicht, bereits am Samstag geht es in der Meisterschaft mit dem Auswärtsspiel in Kapfenberg weiter. "So ein Spiel muss man erst einmal wegstecken", klagte Barisic.

Derzeit zwei Punkte hinter EL-Startplatz
Fünf Runden vor Schluss fehlen dem Tabellenfünften zwei Punkte auf Rang drei, der zum Start in der Europa-League-Qualifikation berechtigt. Unter Umständen könnte auch Platz vier in der Endabrechnung für das internationale Geschäft reichen, sollten die Rieder den Cup gewinnen und in der Meisterschaft einen der ersten drei Plätze belegen. 2006 waren die damals fünftplatzierten Hütteldorfer zuletzt an einem Europacup-Platz vorbeigeschrammt.

Ried mit doppelter Chance aufs internationale Geschäft
Die Oberösterreicher haben hingegen große Chancen, im internationalen Geschäft vertreten zu sein, gehen sie doch als klarer Favorit ins Finale gegen Erste-Liga-Klub Austria Lustenau. "Jetzt müssen wir Cupsieger werden, und das werden wir auch", tönte Abwehrspieler Mark Prettenthaler. Jeder habe sich zerrissen, gekratzt und gekämpft.

Die Rieder waren aus dem Spiel heraus nicht so gefährlich, konnten sich aber auf ihre von Stefan Lexa getretenen Standardsituationen verlassen. Hammerer lenkte einen Freistoß am langen Eck stehend akrobatisch ins Tor, Glasner verlängerte einen Direktcorner noch leicht mit dem Kopf. Laut Ewald Brenner dürften sich die Wiener mit der 1:0-Führung im Rücken zu sicher gewesen sein. Der Routinier empfand aufgrund des sportlichen Erfolgs auch Genugtuung. "Vor der Saison waren wir Absteiger für alle anderen Mannschaften, aber wir haben sie eines Besseren belehrt", sagte der Mittelfeldspieler des Tabellenvierten.

Cup-Finale wie geplant in Wien
Das Finale wird wie geplant in Wien ausgetragen. Salzburg wäre als Alternativort zur Verfügung gestanden, Lustenau-Präsident Hubert Nagel sprach sich aber gegen die Red-Bull-Arena aus. "Es ist nicht die ideale Paarung für Wien, aber es gibt mehr Fans von der Austria in Wien als in Salzburg", betonte Nagel. Die Entscheidung sei auch aus einem anderen Grund gefallen. Ried hätte am Tag des Spiels nach Salzburg anreisen können, während dies bei den Vorarlbergern aufgrund der längeren Anfahrt nicht möglich gewesen wäre.

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