Hetzkampagne?

Eltern empört über Unterrichtsverbot für Geistlichen

Burgenland
05.05.2011 10:31
Die Ermittlungen gegen einen Pfarrer aus dem Bezirk Neusiedl am See sind eingestellt worden (siehe Infobox), weiter aufrecht bleibt jedoch das erteilte Unterrichtsverbot. Diese Entscheidung des Landesschulrats sorgt nun bei den Eltern der Volksschulkinder in der Gemeinde Parndorf für Empörung.

Schon im März forderten die 17 Elternpaare per Unterschriftenliste, dass Kornfeind auch weiterhin ihre Kinder unterrichten darf – blitzten damit jedoch beim Landesschulrat ab. Sie sprechen von einer "Hetzkampagne" gegen ihren "beliebten Pfarrer" und fordern nun eine Veröffentlichung der Ermittlungen.

Ein erster Vorwurf gegen den Geistlichen war im Februar an die Öffentlichkeit gelangt, wonach er in der Religionsstunde in Pama einen Burschen aufgefordert haben soll, seinen Hausschuh mit dem Mund aus dem Mistkübel zu holen. In der Folge meldeten sich auch andere Eltern, die Staatsanwaltschaft schaltete sich ein. Die Ermittlungen wurden eingestellt, denn "die strafrechtlich relevante Grenze wurde nicht überschritten", hieß es.

Kronen Zeitung

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