Lokalaugenschein

Kontrolle ist für Geschäftsleute mühsam

Kunden, die schlecht auf die verschärften Maßnahmen im Handel reagieren, sind zwar selten, aber sie existieren. Seit Dienstag müssen Angestellte beim Betreten oder bei der Kassa den 2-G-Nachweis ihrer Kunden verlangen. Manche Gemüter sind erhitzt. In der PlusCity setzt man auf Armbänder statt ständiger Handy-Kontrollen.
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„Ich wurde schon öfter beschimpft, weil ich nach dem 2-G-Ausweis gefragt habe. Am Dienstag war es besonders schlimm. Eine Kundin wollte keinen 2-G-Nachweis vorweisen, deshalb haben wir sie nicht ins Geschäft gelassen. Sie ist dreimal zurückgekommen, wurde immer ausfälliger und ist mit dem Einkaufswagen gegen die Aufsteller vor der Tür gefahren“, erzählt eine Mitarbeiterin eines Modegeschäfts in der PlusCity. Bei „machsport“ hat man bis jetzt noch keine negativen Erfahrungen gemacht: „Unsere Kunden zeigen ihre 2-G-Nachweise selbstständig her, werden auch nicht unhöflich, wenn man fragt.“

„Kontrolle an Kasse zu spät“
Den 2-G-Nachweis erst an der Kasse zu kontrollieren, macht für Tatjana Alibegovic (57), Mitarbeiterin bei Ledermoden Illenberger, keinen Sinn: „Mein Mann ist Arzt und meine Tochter arbeitet auf der Intensivstation, daher verstehe ich, warum man die Maßnahmen verschärft. Aber für mich macht es keinen Sinn, erst am Schluss zu kontrollieren. Wenn beispielsweise jemand nach langer Beratung an der Kasse keinen 2-G-Nachweis vorweisen kann, ist das verlorene Zeit.“

Um den Kunden das Einkaufen zu erleichtern, hat man in der PlusCity am Dienstag ein neues System eingeführt. Jeden Tag werden an drei Checkpoints Armbänder ausgeteilt, sofern man einen gültigen Grünen Pass besitzt. Die Idee kommt bei den Kunden gut an. „Wir finden es so viel einfacher. Man muss nicht jedes Mal ein Handy und einen Ausweis parat haben“, sagen Thorsten Schmidleitner (29) und Lisa Öhlinger (22) aus Luftenberg.

Als Anreiz verlost die PlusCity täglich unter Armband-Trägern 200-Euro-Gutscheine.

Sophie Peraus
Sophie Peraus
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Sonntag, 29. Mai 2022
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