08.01.2022 07:36 |

Einsatz im Zillertal

In „Mausefalle“ getappt: Duo in Klamm gefangen

Die „Mausefalle“ schnappte wieder zu: Vom Tiefschnee angelockt, steckten am Donnerstagnachmittag zwei Snowboarder in der Horbergklamm in Schwendau im Tiroler Zillertal fest. Die beiden Wintersportler hatten beabsichtigt, im freien Gelände im frischen Pulver ins Tal zu fahren, mussten dann aber von der Bergrettung zurück nach oben gezogen werden.

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„Geblendet“ von 30 Zentimeter frischem Tiefschnee hatten die zwei Israelis – 24 und 25 Jahre alt – das Skigebiet Penken im Bereich der Horbergbahn verlassen. „Sie haben dann einen Ziehweg überquert und sind anschließend in die Mausefalle getappt“, sagt Andreas Eder, Ortsstellenleiter der Bergrettung Mayrhofen.

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Das Gelände ist sehr steil und wird nach unten hin immer enger.

Andreas Eder

Mit „Mausefalle“ meint Eder die Horbergklamm. Die hat früher schon Wintersportler angelockt, um ihnen schließlich das Weiterkommen unmöglich zu machen. „Das Gelände ist sehr steil und wird nach unten hin immer enger“, beschreibt Eder die heimtückische Horbergklamm.

Kein Weiterkommen
Kurz vor 13 Uhr schlugen die beiden Snowboarder jedenfalls bei der Leitstelle Tirol Alarm – nach unten ging es nicht mehr weiter, ein Wiederaufstieg war ebenfalls nicht möglich.

„Wir sind zu acht mit der Seilbahn bzw. einem Einsatzfahrzeug auf den Berg gefahren und dann mit den Skiern zu den in rund 1700 Meter Feststeckenden hinab“, schildert Andreas Eder. Auch zwei Alpinpolizisten waren bei widrigen Wetterbedingungen dabei.

Die Bergretter zogen die beiden Israelis gegen 15 Uhr am Seil aus der Klamm nach oben heraus. „Sie waren zum Glück unverletzt, die Alpinpolizei brachte sie anschließend in ihr Quartier“, erzählt Andreas Eder.

Immer wieder Einsätze
Die Einsatzkräfte kennen das Gelände in und um die Horbergklamm übrigens bereits gut. Hier heißt es oft „Endstation“ für Wintersportler. Besonders in Erinnerung geblieben ist ein Einsatz vor fast genau drei Jahren: Damals mussten Eder und Kollegen bei großer Lawinengefahr zu zwei Skifahrern zur „Mausefalle“ ausrücken. Die undankbaren Sportler hatten die Retter während des erfolgreichen Einsatzes telefonisch beschimpft.

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