Papa starb bei Unfall

Landesvater kam mit Packerln zu zwei Waisen

Olivia (3) und Vanessa (5) warteten mit Mama Daniela (30) traurig im Garten ihrer Großeltern. Die beiden Mühlviertler Mädchen haben inzwischen leider begriffen, dass ihr heiß geliebter Papa nie mehr nach Hause kommen wird und sie in den Arm nimmt. Stefan war am Abend des 27. Novembers auf der Heimfahrt von der Baustelle des geplanten Eigenheims mit seinem Auto von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gekracht. Der 32-jährige Mechaniker war sofort tot. 

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Lebensgefährtin Daniela, die sich mit den Kindern in Sichtweite in ihrer alten Wohnung aufhielt, hörte gegen 22 Uhr den Crash und kurz darauf auch die Sirenen der Einsatzfahrzeuge. Sie dachte aber nicht sofort daran, dass ihr Stefan verunglückt sein könnte. Erst als er am Handy nicht erreichbar war, setzte sich eine schlimme Vorahnung fest, aus der Gewissheit wurde.

Hochzeit war schon geplant
Die vierköpfige Familie hatte sich schon sehr auf Weihnachten im neuen Haus gefreut. Im Sommer 2022 wollte das Paar dann auch noch heiraten. Heuer hatte Daniela leider ihren Arbeitsplatz als Weberin verloren, nachdem ihr Chef krankheitshalber den Betrieb schließen musste. Die 30-Jährige absolviert deshalb nun im Klinikum Rohrbach eine Ausbildung zur Pflegefachassistentin. Finanziell scheint die Situation nicht sonderlich rosig.

Dank der Hilfe von Nachbarn, Freunden und ihrer neuen Heimatgemeinde kann die Witwe schon heute mit Olivia und Vanessa im neuen Heim den Heiligen Abend verbringen. Die Dreijährige wünscht sich Kuscheltiere, die Sechsjährige Spiele. Beide übten mit Oma Sonja deshalb schon jede Menge Weihnachtslieder.

Zuvor schaute aber auch noch Landeshauptmann Thomas Stelzer bei der Witwe und den Halbwaisen vorbei. Als Olivia und Vanessa große Packerl aus seinen Händen entgegennahmen, begannen ihre Gesichter zu strahlen. „Ich hab’ da was gefunden, glaubt’s, ist das was für euch?“, scherzte er, während er ihnen auch einen Stoffelefanten und einen Kuschelfuchs überreichte.

Die Mama wurde mit Keksen versorgt, während die Mädchen staunend überlegten, was in den Packerln sein könnte. Nachdem sich der Landesvater verabschiedet hatte, hielt das Papier der Neugierde nicht länger stand. Ein Monopoli und ein Obstgarten-Spiel kamen zum Vorschein. „Meine Cousine hat das gleiche“, sagte Vanessa und sah dabei glücklich aus.

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