25.12.2021 06:00 |

Da schau‘ her!

Angriff auf die Traumfabrik

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Die Zeiten, in denen nur im Kino die wirklich guten neuen Filme zu sehen waren, sind vorbei - das wollen die Streamingdienste mit aller Macht beweisen, indem sie immer stärker in Richtung Oscars und Golden Globes drängen. Denn wer sich die prestigeträchtigen Auszeichnungen auf die Fahnen heften kann, gilt mit Fug und Recht als qualitätsvoller Anbieter.

Und Dank der rechtlichen Zugeständnisse der letzten Jahre sind nun auch Netflix & Co. nach einem kurzen Alibi-Kinostart bei den Academy Awards zugelassen. Mit ersten Erfolgen, schließlich war etwa der Netflix-Streifen „Mank“ zuletzt ganze zehnmal für den Oscar nominiert, dazu kamen 13 weitere nominierte Produktionen des Streaming-Riesen. Auch Disney+ und Amazon Prime hatten Filme im Rennen.

Doch der große Preisregen blieb noch aus. Bis jetzt. Für die baldige Oscar-Verleihung fährt Netflix mit Kapazundern wie der All-Star-Satire „Don’t Look Up“, dem hochgelobten Western „The Power of the Dog“ mit Benedict Cumberbatch oder der Elena-Ferrante-Verfilmung „Frau im Dunkeln“ mit Olivia Colman auf. Dass Schwarzmaler deshalb den Tod des Kinos prophezeien, ist übertrieben. Auch in Zukunft wird es Streifen geben, die die große Leinwand verlangen - aber Oscar-reife Produktionen im Netflix-Abo geliefert zu bekommen, ist für den Konsumenten natürlich günstig und bequem.

Fest steht: Wer hochwertige Filme liebt, kommt ohne Streamingdienste nicht mehr aus.

Jasmin Gaderer und Kálmán Gergely blicken in „Da schau‘ her!“ für Sie hinter die Kulissen des Streaming-Zirkus und ordnen neue Phänomene und Entwicklungen ein.

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