18.12.2021 09:00 |

Ansturm blieb aus

So erwachte die Gastronomie aus dem Lockdown

Die „Krone“ nutzte den ersten Tag nach vier Wochen Zusperren für einen Lokalaugenschein in den Kärntner Restaurants und Bars.

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Ein Ansturm auf die Kärntner Lokale blieb am Freitag aus. Trotz vier Wochen Pause ist die Gastro-Öffnung verhalten angelaufen. „Viele Gäste haben sich an den Abhol-Service bereits gewöhnt. Wir bieten deshalb auch den ganzen Dezember Take-away-Angebote weiter an“, sagt Marcus Kubenic vom Restaurant „Freindal Wirtschaft“ in Villach. „Aber natürlich hoffen wir, dass die Lokale weiter offen bleiben dürfen.“

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Wir wollen endlich in Ruhe arbeiten können. Unsere Mitarbeiter werden täglich getestet, einen weiteren Lockdown halte ich nicht für notwendig.

Franz Huditz, Gastronom in Klagenfurt

Ähnlich sieht das auch Franz Huditz, Geschäftsführer vom Felsenkeller und der Villa Lido: „Ein weiterer Lockdown wäre für die Gastronomie fatal. Wir beweisen schon lange, dass es in der Gastro durch die G-Kontrollen und die Sicherheitskonzepte so gut wie keine Clusterbildungen gegeben hat.“ Auch im Felsenkeller verlief der erste Tag nach dem Lockdown eher verhalten.

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„Ich bin mehr als froh, dass ich als Kellnerin wieder arbeiten kann und vor allem endlich wieder unter Leute gehen kann. Ich hoffe, es bleibt so.“

Daniela Buchacher, Kellnerin in Klagenfurt

Treue Gäste
Dank dem Frühstück zum Mitnehmen und dem begehrten Brötchen-Service sind Ines und Rudolf Kropfitsch mit ihrem Café „La Pared“ in Klagenfurt bis jetzt mit einem blauen Auge davongekommen. „Wir können nur hoffen, dass dieses ständige Auf- und Zusperren endlich ausbleibt. Dann kommen ständig noch neue Regeln dazu. Es kennt sich langsam niemand mehr aus. Zum Glück haben wir vorbildliche Gäste“, betont Ines. „Durch die Regeln fallen große Runden und Weihnachtsfeiern komplett aus. Gott sei Dank sind wir für Weihnachten mit dem Lieferservice ausgebucht.“

Jeder Lockdown bringe trotz Hilfsmaßnahmen empfindliche Einbußen. „Wir müssen jeden Monat hohe Betriebskosten stemmen. Da bringt auch die geringe Unterstützung nicht viel“, lautet der Tenor der Wirte. Zudem sei die Gastronomie wichtig für das gesamte Wirtschaftsleben in den Regionen.

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