16.12.2021 17:33 |

Zwei Tote nach Streit

Mordalarm in Hohenems: Frau mit Stichen übersät

Wie berichtet, ist am Donnerstag eine 35-Jährige blutüberströmt aus einem Haus in Hohenems (Vorarlberg) geflüchtet. Der Körper der Frau war mit Stichverletzungen übersät. Ihr Lebensgefährte verschanzte sich. Schließlich starben beide im Spital.

Es war ein schrecklicher Anblick an diesem Donnerstagvormittag in Hohenems. Polizisten wurden von verzweifelten Passanten alarmiert, weil eine blutüberströmte Frau auf der Straße vor einem Wohnhaus lag. Es war von einem verheerenden Verkehrsunfall die Rede, zumindest wurde das vermutet - doch das stellte sich als falsch heraus. Denn als sich die Beamten der Verletzten näherten, erkannten sie, dass die Frau keineswegs von einem Auto angefahren worden war, sondern schwere Stich- und Schnittverletzungen aufwies.

Offenbar hatte sie noch versucht, sich aus einer lebensbedrohlichen Situation in der eigenen Wohnung auf die Straße zu retten. Sie wurde sofort mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Feldkirch geflogen und notoperiert. Alle Anstrengungen der Mediziner waren aber vergebens, die Frau hatte keine Überlebenschance.

Tatverdächtiger in Wohnung versteckt
Währenddessen versuchten die Beamten - auch das Sondereinsatzkommando Cobra war vor Ort -, in die Wohnung der 35-Jährigen und ihres Lebensgefährten zu gelangen. Doch die Tür war versperrt. Der 47-jährige Tatverdächtige hatte sich in der Wohnung verschanzt. Die Beamten verschafften sich schließlich gewaltsam Zutritt in die Räumlichkeiten.

Zur großen Überraschung der Exekutivbeamten wies auch der 47-Jährige schwere Stichverletzungen auf. Auch er musste umgehend ins Spital gebracht werden - auch er überlebte nicht.

Ermittlungen laufen
Was sich an diesem Vormittag zwischen dem Paar abgespielt hat und wie es zu dieser Bluttat gekommen ist - vor allem, wer wem welche Verletzungen zugefügt hat -, ist derzeit völlig unklar. Fest steht: Die Polizei geht derzeit von einem Mord an der Frau und Selbstmord des Mannes aus. Ob der Verdächtige schon früher wegen Gewaltexzessen aufgefallen ist, wird ebenfalls abgeklärt.

 Kronen Zeitung
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