15.12.2021 14:47 |

Für Streuner ausgelegt

Kind mit Giftköder in Pakistan vergiftet - tot!

In Pakistan ist nach einem tragischen Unfall eine Debatte über Tierquälerei im Land aufgeflammt. Mehrere Kinder aßen versehentlich mit Gift versetzte Käsebällchen, die für streunende Hunde in der südlichen Stadt Karachi gedacht waren, sagte der örtliche Polizist Shah Jahan am Mittwoch. In der Folge sei ein zweijähriges Kind gestorben. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Montag.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Der Tod löste nun im Land eine neue Debatte darüber aus, ob die pakistanischen Behörden mit der Tötung streunender Tiere fortfahren sollten, um Todesfälle durch Tollwut zu verhindern. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben in dem Land mit rund 220 Millionen Einwohnern jährlich bis zu 5000 Menschen an Tollwut - viele davon in abgelegenen Gebieten, in denen kein Impfstoff verfügbar ist.

Tausende Streuner werden jährlich vergiftet oder erschossen
Rund 50.000 streunende Hunde werden von lokalen Verwaltungen in großen pakistanischen Städten jährlich getötet. Nach offiziellen Statistiken werden sie entweder erschossen oder dazu verleitet, in Lebensmittel verpacktes Gift zu essen. Insgesamt wird von Behörden die Zahl herrenloser Hunde auf drei Millionen geschätzt.

Tierschützer fordern Kastration und Impfung statt Tötung
Tierärzte und Tierschützer forderten die Einstellung der Tötungen und die Wahrung von Tierrechten. „Es ist schmerzhaft zu sehen, wie Menschen an Tollwut sterben, aber das rücksichtslose Töten von Hunden ist ebenso verwerflich“, erklärte der Veterinär Naseem Salauddin, der in Karachi ein Projekt zur Kastration und Impfung streunender Hunde leitet.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).