11.12.2021 13:40 |

Tickende Umweltbombe

„Bei Leck würden Fäkalien in Wörthersee gelangen“

Eine Umweltbombe tickt in der Westbucht des Wörthersees in Kärnten. Vor Velden liegen zwei Kanalleitungen aus den Siebzigerjahren im Wörthersee. Sie sollen bald stillgelegt werden, bevor etwas passiert.

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Weil Fäkalien den Wörthersee schon arg verschmutzt hatten, wurde in den Siebzigerjahren eine Ringkanalisation gebaut. Dazu zählen auch noch die beiden Leitungen, durch die das Abwasser vom nördlichen Teil Veldens mitten durch die Veldener Bucht zum Pumpwerk transportiert wird.

Bei Leck Fäkalien im See
„Bei einem Leck würden die Fäkalien direkt in den See gelangen. Der Schaden wäre unvorstellbar. Daher wollen wir das Schlimmste verhindern und so schnell wie möglich umleiten“, betont Fabian Gregor Wagner, Geschäftsführer vom Abwasserverband Wörthersee West. Heuer wurden eine Machbarkeitsstudie und erste Pläne für diese Umleitung über das Land erstellt.

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Bei einem Leck würden die Fäkalien direkt in den See gelangen. Der Schaden wäre unvorstellbar.

Fabian Gregor Wagner, Geschäftsführer vom Abwasserverband Wörthersee West

„Vom Pumpwerk am See soll das Abwasser in die bereits bestehende Leitung entlang der Bundesstraße in Richtung Westen zu einem Hauptpumpwerk fließen und dann weiter zur Kläranlage nach Rosegg gepumpt werden“, verrät Wagner, der Touristiker, Anrainer und Gäste beruhigen möchte: „Das Vorhaben wird erst 2023 - unter Rücksichtnahme auf die Urlaubssaison - umgesetzt. Es wird also zu keinen größeren Kanalgrabarbeiten im Fremdenverkehrsort kommen!“

In den Wintermonaten plant der Abwasserverband die Errichtung einer PV-Anlage, um den Strom für das Projekt selbst produzieren zu können, sowie eine nachhaltige Lösung für die Verarbeitung von Klärschlamm.

Hermann Sobe
Hermann Sobe
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