Fahndungserfolg

Schlepperring brachte 200 Menschen illegal in EU

Kriminelle Gruppierung war in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien aktiv. Ein Taxiunternehmer soll der Kopf der Bande gewesen sein. 15 Verdächtige wurde bisher festgenommen.

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Mindestens 206 Migranten soll ein von Wien aus agierender Schlepperring illegal in die EU gebracht haben. Auf die Spur kamen die Kriminalisten der Gruppe nach der Festnahme eines Schleppers im Innviertel vor einem Jahr. Seither wurden 15 Personen, großteils Syrer, festgenommen. Kopf der Gruppe war ein Taxiunternehmer, der seine Aufträge von internationalen Schlepperorganisationen bekam, und an seine zum Teil inoffiziell angestellten Fahrer weitergab, so die Landespolizeidirektion OÖ.

Video-Überwachung brachte Erfolg
Ende 2020 war in Reichersberg (Bezirk Ried im Innkreis) ein 37-Jähriger aus Wien aufgeflogen, der sieben Personen schleppte. Nach seiner Festnahme wurden weitere Ermittlungen aufgenommen. Die Videoüberwachung eines Wiener Hotels ergab, dass immer wieder mit Fahrzeugen eines Taxiunternehmens Schlepperfahrten durchgeführt wurden. Wie sich zeigte, agierte die Gruppe vor allem in Ober- und Niederösterreichund bzw. in Ungarn und Deutschland.

48 Delikte nachgewiesen
Insgesamt hat man ihr bisher 41 Schlepper- und sieben Geldwäsche-Delikte nachgewiesen. Der Chef war in allen Fällen der Taxiunternehmer, der im November in Wien festgenommen und in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert wurde.

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