10.12.2021 06:29 |

Harsche SPÖ-Kritik:

„So nicht, Herr Landeshauptmann Wallner!“

Knapp 50 Personen mit einer Covid-Erkrankung müssen derzeit in den Krankenhäusern betreut werden. Für Gabi Sprickler-Falschlunger ist daher das Ende des Lockdowns bereits am 12. Dezember nichts anderes als „unverantwortlich“.

Vorarlberg hat unter Österreichs Bundesländern die höchste 7-Tage-Inzidenz, trotzdem zählt das Ländle zu jenen drei Bundesländern, die am 12. Dezember bereits alles wieder aufsperren, Gastro und Hotellerie inklusive. Und während die Freiheitlichen das Ende des Lockdowns begrüßen, dieses aber auch für Ungeimpfte fordern, reagiert Gabi Sprickler-Falschlunger, Chefin der Vorarlberger Sozialdemokraten, mit Empörung über die Öffnungsschritte.

Längerer Lockdown empfohlen
Sie befürchtet, dass das Ende des Lockdowns mit der Botschaft verknüpft werde, dass nun „das Schlimmste überstanden ist“. Das, so die Allgemeinmedizinerin, würde zur Intensivierung der privaten Kontakte führen - und könnte „verheerende Folgen“ haben. Die SPÖ Landesvorsitzende bezieht sich in ihrer Kritik an den Öffnungsschritten auf die Virologin Dorothee von Laer aus Innsbruck, die dafür plädiert, dass der Lockdown bei diesen immer noch hohen Fallzahlen - aktuell sind rund 10.500 Menschen positiv getestet - und den immerhin knapp 150 Hospitalisierungen von Covid-Patienten verlängert wird.

Klare Worte
Sprickler-Falschlunger findet klare Worte: „So nicht, Herr Landeshauptmann Wallner! Ich halte die Entscheidung, das Ende des Lockdowns auszurufen, für falsch. Der Wiener Bürgermeister Ludwig macht es uns seit Monaten vor. Er scheut sich nicht, auch unpopuläre Maßnahmen zum Schutze der Bevölkerung zu ergreifen“, erklärt sie. Ludwig hat sich dafür entschieden, die Gastronomie in Wien erst am 20. Dezember zu öffnen, um die Konsumentenströme zu entzerren. Zudem sei unklar, wie sich die Omicron-Variante noch auswirken werde. Sprickler-Falschlungers Beurteilung des Wiener Wegs von Ludwig fällt recht deutlich aus: „So einen Landeshauptmann würde ich mir für Vorarlberg wünschen!“

 Vorarlberg-Krone
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