07.12.2021 16:32 |

Vizekanzler erzürnt

Kogler: Kickls Aussagen sind „lebensbedrohlich“

In der Debatte um impfskeptische Aussagen diverser FPÖ-Politiker in den vergangenen Wochen, zeigte sich nun Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) schockiert. Das Vorgehen von Herbert Kickl und Dagmar Belakowitsch sei „völlig unverantwortlich“, die Aussagen seien nicht nur „unerträglich“, sondern gar „lebensbedrohlich“, so der Grünen-Chef (siehe Video oben).

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„Mittlerweile sterben ja tatsächlich Leute daran, weil sie den Medikamentenvorschlägen des Herrn Kickl folgen“, erklärt der Vizekanzler in einem PULS-24-Interview, das am Dienstagabend (22.20 Uhr) ausgestrahlt wird. Kogler bezieht sich laut Presseaussendung dabei auf die u.a. von Kickl wiederholt empfohlene Nutzung des Entwurmungsmittels Ivermectin, von dessen Einsatz bei einer Corona-Erkrankung sogar der Hersteller selbst warnt.

Kogler: „Faktenbefreiter Unsinn“
Kogler (Grüne) übt aber auch einmal mehr scharfe Kritik am Corona-Kurs der FPÖ. Insbesondere die Behauptung von Dagmar Belakowitsch, es seien „nicht die bösen Ungeimpften“, die die Spitäler füllen, sind für ihn „faktenbefreiter Unsinn, der für das Kollektiv genauso lebensbedrohlich wird“.

„Wären die nicht politisch immun, würden die aus meiner Sicht wegen gemeingefährlicher Kurpfuscherei aus dem Verkehr gezogen werden müssen“, so Kogler. „Es ist unerträglich und es ist völlig unverantwortlich, was hier abgeht.“

Nehammer um versöhnliche Töne bemüht
Trotz rauer Töne reichte am Dienstag indessen der neue Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) der FPÖ die Hand. Er wolle in der Pandemiebekämpfung alle einbinden und habe daher auch einen Termin mit FPÖ-Chef Kickl vorgeschlagen. Dieser sei jedoch noch „auf Terminfindung mit sich selbst“, so Nehammer.

Kickl begab sich hingegen weiter in Angriffsmodus: Einen Termin mit Nehammer gäbe es bereits. Nehammer treibe zudem die Spaltung der Gesellschaft weiter voran, so der blaue Parteichef. Nehammer müsse dringend „das Zwangs- und Nötigungsregime beenden“, meint Kickl.

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