02.12.2021 18:10 |

Polizei schritt ein

Störaktion bei Impfstart in Wiener Volksschule

125 Kinder der Volksschule Steinlechnergasse in Wien-Hietzing sind am Donnerstag von drei Schulärzten gegen Corona geimpft worden. Im Turnsaal lief alles reibungslos ab. Draußen nicht ganz.

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Viele Schulturnsäle sind im Lockdown verwaist. Nicht jener in der Volksschule Steinlechnergasse im 13. Bezirk. Allerdings wurde dort am Donnerstag nicht gesportelt, sondern geimpft. Als erste Grundschule Wiens ist der Standort Teil eines Pilotprojektes mit dem Ziel, das Covid-Impfangebot für Kinder weiter auszubauen.

„Die Möglichkeit, von Schulärzten direkt in der Schule geimpft zu werden, wurde von vielen Familien gerne angenommen“, so Direktorin Evelyn Molin-Zenka zur „Krone“, „125 unserer 455 Schüler bekamen heute den ersten Stich.“ – Weitere Schüler waren bereits mit ihren Eltern „off label“, also außerhalb der Zulassung, privat impfen.

16.876 Wiener Kinder

zwischen fünf und elf Jahren haben bereits eine Erstimpfung bekommen. Rund 1000 davon auch schon ihre zweite. Das Vakzin ist seit Ende November zugelassen.


E
ltern über Zoom über alle Fragen zur Impfung aufgeklärt
Je ein Elternteil durfte auch am Donnerstag unter strengen Corona-Vorkehrungen das Kind zum schützenden Stich begleiten, den drei Schulärzte verabreichten. „Das Angebot war freiwillig, wir haben die Eltern im Rahmen eines Zoom-Abends gemeinsam mit den Ärzten aufgeklärt, alle Fragen beantwortet“, erzählt Molin-Zenka.

„Die hohe Nachfrage der Volksschüler am Schulstandort Steinlechnergasse zeigt, dass es sinnvoll ist, den Weg der niederschwelligen Impfangebote in Wien weiter fortzusetzen“, meint Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS). Eine hohe Durchimpfungsrate der Schüler erleichtere den Schulalltag.

38,9 Prozent aller Erststiche

in Wien wurden seit dem 25. November in der Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen durchgeführt. 8354 von 21.467 Impflingen waren Kinder in diesem Alter.


Impfgegner tauchten vor der Schule auf

Während im Schulgebäude alles ruhig und reibungslos ablief, kam es draußen zu einem kurzen Aufruhr. Die Grätzelpolizei musste einschreiten, um eine Störaktion von Impfgegnern abzuwenden.

Zulassung löste in Wien Kinder-Impfboom aus
Unbeirrt davon werden Stadt und Bund den Weg, möglichst vielen Kindern ein Impfangebot zu bieten, ausbauen. In den nächsten Wochen wird es das Angebot an sieben weiteren Schulen in Wien geben. „Wir stellen dafür gerne die Infrastruktur an den Schulen sowie die Schulärztinnen und Schulärzte zur Verfügung“, bekundet Bildungsminister Heinz Faßmann. Wie groß die Nachfrage ist, zeigt die Statistik.

Seit der EMA-Zulassung am 25. November sind in Wien 8354 Kinder zwischen fünf und elf Jahren gegen Corona geimpft worden. Das sind 38,9 Prozent aller Erststiche in diesem Zeitraum: „Damit schützen wir auch unsere Jüngsten“, wirbt auch Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) für den Stich.

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