Dirndl modern

Haute Couture im siebten Himmel

Die Modedesignerin und gebürtige Oberösterreicherin Susanne Bisovsky begeisterte kürzlich mit ihren Trachtenkreationen in der Dirndl-Ausstellung im Bad Ischler Marmorschlössl. Nun entwickelte sie die Kostüme für die Ballettproduktion „Im siebten Himmel“ an der Wiener Staatsoper. Premiere ist am Sonntag.

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„Marsch, Walzer, Polka“ ist eine Hommage an Walzertraum und Tanzekstase, ein Wien-Ballett in der Choreografie Martin Schläpfers zu Musik von Strauß Vater und Söhnen, das ab Sonntag in der Wiener Staatsoper im Rahmen der Premiere „Im siebten Himmel“ zu sehen ist. Die faszinierenden Kostüme dazu entwarf Susanne Bisovsky. Schläpfer hatte sich seit Jahren eine Zusammenarbeit mit ihr gewünscht: „Ihre Arbeiten haben Intensität, Reichtum, Archaik, sind etwas ganz besonderes. Sie dreht bei der Tracht an einer modernen Schraube.“

Bisovsky, die in Linz geboren wurde, studierte bei Vivienne Westwood, arbeitete mit Jean-Charles de Castelbajac und Helmut Lang zusammen und designte für Kathleen Madden. Sie hat derzeit ihren Salon in Wien in einer ehemaligen Seidenmanufaktur. Die Modeschöpferin erhebt Tracht und Dirndl zur Haute Couture, indem sie der traditionellen Kleidung heutige Noten verleiht. Spitzen und Rüschen sind wichtige Elemente in ihren Kreationen, was man auch an den aktuellen Arbeiten für die Staatsoper sieht. Immer wieder wird sie für besondere Projekte hinzugezogen, so auch zur heurigen Ausstellung „Dirndl. Tradition goes Fashion“ der Kultur GmbH in Bad Ischl. Für die sie nicht nur eigene Schöpfungen beigetragen hat, sondern etwa auch zehn Kleider nach historischen Vorlagen aus Blaudruck geschneidert hat, um die Entwicklung des Dirndlkleides von den 1830er-Jahren bis heute nachzustellen.

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