11.11.2021 10:23 |

Höchststand erreicht

Deutschland: Corona-Zahlen gehen durch die Decke

Nicht nur bei uns, auch in Deutschland spitzt sich die Corona-Lage zu. Am Donnerstag wurde erstmals in der Corona-Pandemie der Wert von 50.000 Neuinfektionen überschritten. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages den Höchstwert von 50.196 neuen Fällen. Am Vortag waren es 39.676 Ansteckungen gewesen. Besonders dramatisch ist die Lage in Bayern, wo ab sofort wieder der Katastrophenfall gilt.

Bereits der Wert vom Mittwoch war ein Höchststand gewesen und auch die deutschlandweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte wieder einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche mit 249,1 an. Er ist somit am vierten Tag in Folge auf einen Höchstwert gestiegen. Am Mittwoch lag der Wert bei 232,1. Zum Vergleich: Vor einer Woche lag die Inzidenz bei 154,5 (Vormonat: 66,5). In Österreich liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 713,9.

235 Corona-Tote binnen 24 Stunden
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 235 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 165 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4,894.250 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - der für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigste Parameter - gab das RKI am Mittwoch mit 4,61 an (Dienstag: 4,31). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungsinzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Dramatische Lage in Bayern
Besonders dramatisch ist die Corona-Lage in Bayern. Die Zahl der Todesopfer innerhalb eines Tages stieg am Donnerstag auf 71 an - fast ein Drittel der bundesweit gezählten Todesfälle. Bayern hatte angesichts der Zahlen am Mittwoch den Katastrophenfall ausgerufen. Die Maskenpflicht an den Schulen in Bayern wurde auf unbestimmte Zeit verlängert, die Schüler müssen auch während des Unterrichts einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigte verstärkte Corona-Kontrollen der Polizei an, sein Gesundheitsminister Klaus Holetschek sprach sich für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen aus. Dies könne etwa für Pflegekräfte gelten, die in Krankenhäusern sowie Pflege- und Altersheimen arbeiten.

Der Gesundheitsminister betonte allerdings erneut, dass es keinen Lockdown für Geimpfte und Genesene geben werde. Außerdem kündigte Holetschek verschärfte Kontrollen zur Einhaltung der 2G-Regel an. „Die Menschen müssen jetzt wieder verstehen: Es ist ernst, sonst gäbe es auch keinen Katastrophenfall. Und wir müssen denen, die meinen, es ist ein Spiel, jetzt eine Schranke zeigen.“

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