09.11.2021 09:54 |

Prozess in Klagenfurt

32 Kinder als Opfer: 15 Jahre Haft und Einweisung

Weitere Anklage im Missbrauchsfall von Münster. Bei Prozess in Klagenfurt drohen 15 Jahre Haft sowie Einweisung.

Einen derartigen Missbrauchsprozess hat es am Landesgericht Klagenfurt zum Glück noch nie gegeben: Zwei Männer, 25 und 45, sind angeklagt, mehr als ein Dutzend Mädchen und Buben geschändet und dabei auch gefilmt zu haben. Kevin R. und Markus O. wurden im Zuge der Ermittlungen zum Missbrauchsfall von Münster (D) gefasst.

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Es gab Kärntner Opfer, die meisten stammen aber aus Deutschland.

Staatsanwältin Tina Frimmel-Hesse

Hohe Strafe droht
Die Strafdrohung für die beiden mutmaßlichen Kinderschänder – die Anklage ist noch nicht rechtskräftig – beträgt aufgrund der schweren Traumatisierung einiger Kinder bis zu 15 Jahre Haft, dazu beantragt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt aufgrund der Gefährlichkeitsprognose die Einweisung in eine Anstalt.

Ähnliche Vorgangsweise in Deutschland
Ähnlich ist man auch in Deutschland mit dem Haupttäter Adrian V. verfahren: Er wurde vor wenigen Monaten zu 14 Jahren mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt – um sicherzustellen, dass sich der Pädophile nicht mehr an Kindern vergreifen kann.

Ermittlungen laufen
Abgeschlossen sind die Ermittlungen der Sonderkommission „Rose“ übrigens noch nicht: Bisher wurden 850 von 1400 sichergestellten IT-Asservate, also Datenträger, ausgewertet – mit unglaublichen 1,2 Petabyte Daten, auf denen 53 Tatverdächtige und 32 missbrauchte Kinder identifiziert werden konnten.

Welcher Richter sich in Kärnten mit dem Fall beschäftigen muss – er ist so belastend, dass sogar erfahrene Ermittler kaum damit umgehen konnten – soll dieser Tage feststehen.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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