01.11.2021 10:55 |

Skandal um Stadtkasse

Prozess um Millionen-Untreue in Klagenfurt startet

Untreue in Millionenhöhe - so lautet der Vorwurf gegen einen ehemaligen Magistratsmitarbeiter in der Landeshauptstadt. Inzwischen Pensionist, muss sich der Mann ab Dienstag vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten. Er soll von 1997 bis 2019 insgesamt 1,76 Millionen Euro aus der Stadtkasse erbeutet zu haben. Für den Schöffenprozess unter Vorsitz von Richterin Sabine Roßmann sind fünf Verhandlungstage anberaumt.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, „die ihm eingeräumte Befugnis über fremdes Vermögen zu verfügen wissentlich missbraucht“ zu haben. Er soll 170 Bargeldbehebungen von Bankkonten der Landeshauptstadt Klagenfurt durchgeführt haben, ohne die 884.000 Euro danach in die Stadtkasse einzuzahlen.

Bis zu zehn Jahre Haft
Außerdem wird ihm vorgeworfen, 106 Mal Bargeld (insgesamt 876.000 Euro) aus der Stadtkasse genommen zu haben, ohne das Geld auf das Konto der Landeshauptstadt Klagenfurt einzuzahlen. Dem Mann drohen ein bis zehn Jahre Haft.

Die Malversationen waren im März 2020 bekanntgeworden - nachdem der Mitarbeiter in Pension gegangen waren. Er soll über Jahre hinweg Geldbeträge auf verschiedenen Konten hin- und hergebucht haben, um das Fehlen des Geldes zu verschleiern. Inklusive Zinsen beläuft sich der Schaden laut Stadt Klagenfurt auf 2,3 Millionen Euro.

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