30.10.2021 08:56 |

Corona-Verschärfungen

Mückstein: Stufe 2 und 3 werden zusammengezogen

Wegen der rasant ansteigenden Infektionszahlen und der immer größer werdenden Auslastung auch auf den Intensivstationen hat nun Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) ein Zusammenziehen der Stufen 2 und 3 des Corona-Stufenplans der Bundesregierung angekündigt. Das könnte schon Ende nächster Woche der Fall sein.

„Wichtig ist, dass wir reagieren, wenn die Intensivstationen zunehmend ein Problem bekommen“, begründete Mückstein am Samstag den Schritt im Ö1-„Morgenjournal“. Denn die Stufe 2 mit 300 Corona-Erkrankten auf den Intensivstationen werde bald erreicht sein. Und die 400er-Grenze könnte nach Einschätzung Mücksteins „Ende nächster oder Anfang übernächster Woche“ geknackt werden. Man habe sich in der Regierung „darauf geeinigt, dass wir diese beiden Stufen zusammenziehen“. Konkret bedeute dies: Dort wo derzeit eine 3G-Regelung gilt, wird es dann nur mehr 2,5G geben. Sprich: Zutritt nur noch für Geimpfte, Genesene oder mit einem negativen PCR-Test.

Neben Gastronomie, körpernahe Dienstleister und Fitnesscenter betrifft das auch die erst vor Kurzem beschlossene 3G-Regel am Arbeitsplatz. Im Unterschied zu den anderen Bereichen werde es am Arbeitsplatz allerdings eine Übergangsfrist von 14 Tagen geben, bestätigte Mückstein.

Jahreshöchstwert bei Neuinfektionen
Mit Stand Freitag lagen österreichweit 280 Covid-Patienten auf Intensivstationen - um 15 mehr als am Vortag. Mit 5861 Corona-Neuinfektionen ist am Freitag ein neuer Jahreshöchstwert erreicht worden. Noch vor der bundesweiten Verschärfung hat die Mehrheit der Bundesländer bereits individuell strengere Maßnahmen erlassen. Tirol und Oberösterreich kündigten am Freitag die 2G-Regel in der Nachtgastronomie ab 8. November an. Auch in der Steiermark sollen die gleichen Verschärfungen am 8. November in Kraft treten. In Kärnten werden die Zügel bereits ab 4. November fester angezogen. Eine generelle FFP2-Maskenpflicht im gesamten Handel flankiert die Maßnahmen. Bereits etabliert ist diese Pflicht (auch bei körpernahen Dienstleistern wie Friseuren) im Bundesland Salzburg.

Schon längst eine eigene Linie, die mit für eine Millionenstadt erstaunlich niedrigen Infektionszahlen belohnt wird, fährt Wien. Zentral ist eine FFP2-Pflicht im gesamten Handel. Dazu gilt in der Nachtgastronomie 2G. Das heißt, man muss geimpft oder während der vergangenen sechs Monate genesen sein, um Clubs oder Discos betreten zu können. Grundsätzlich werden bei Über-Zwölfjährigen nur noch PCR-Tests akzeptiert. Außerdem sind diese nur 48 Stunden gültig. An die Regeln in der Bundeshauptstadt angelehnt sind die vergangenen Mittwoch präsentierten Vorschriften in der Steiermark, die allerdings erst ab 8. November gelten werden.

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