26.10.2021 13:05 |

Auffrischung ab 2022

Italien plant dritte Corona-Impfdosis für alle

Unser südliches Nachbarland Italien will ab Jänner seiner Bevölkerung eine dritte Corona-Schutzimpfung, den sogenannten Booster, anbieten. Dies teilte am Dienstag Gesundheitsstaatssekretär Pier Paolo Sileri in einem Radiointerview mit. Bis Jahresende sollen Menschen mit entsprechendem Risiko unabhängig von ihrem Alter sowie Personen ab 60 Jahren geimpft werden.

Die Auffrischungsimpfung wird unter der Bedingung angeboten, dass seit dem Abschluss des ersten Impfzyklus mindestens sechs Monate vergangen sind. Dies sei auch für Menschen notwendig, die eine einzige Dosis des Impfstoffes von Johnson & Johnson erhalten haben, sagte Sileri.

Rund sieben Millionen Italienern noch ungeimpft
Die Arzneimittelbehörde der Europäischen Union (EMA) hatte Anfang Oktober erklärt, dass Menschen mit geschwächtem Immunsystem eine dritte Dosis eines COVID-19-Impfstoffs von Pfizer/Biontech oder Moderna erhalten sollten. Sie überließ es aber den Mitgliedstaaten, zu entscheiden, ob die breite Bevölkerung eine Auffrischungsimpfung erhalten soll. Rund sieben Millionen der insgesamt 59 Millionen Italiener haben noch keine einzige Impfdosis bekommen. Die meisten sind in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen zu finden.

Seit 20. September erhalten in Italien immungeschwächte Personen, Personen ab 80 Jahren, Bewohner und Betreiber von Pflegeheimen sowie Beschäftigte des Gesundheitswesens, die älter als 60 Jahre sind oder an Faktoren leiden, die ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich bringen, eine dritte Dosis.

3G-Regel am Arbeitsplatz seit 15. Oktober in Kraft
Seit 15. Oktober gilt in Italien die 3G-Regel für alle Arbeitnehmer. Wer keinen italienischen Grünen Pass vorweisen kann, darf nicht zur Arbeit kommen, gilt als unentschuldigt abwesend und bekommt entsprechend kein Arbeitsentgelt. Sozialversicherungsbeiträge und ähnliche Leistungen werden indes weiter gezahlt.

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