21.10.2021 10:07 |

Erste Schul-Bilanz

43 Prozent der Schüler ab zwölf Jahren geimpft

Wenige Tage vor den Herbstferien hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) eine erste Corona-Bilanz über das laufende Schuljahr gezogen. Demnach sind bereits 84 Prozent der Lehrer und 43 Prozent der Schüler ab zwölf Jahren geimpft. Bei den Schülern ist die Impfquote in der AHS-Oberstufe mit 61 Prozent am höchsten, am niedrigsten mit 20 Prozent in der Mittelschule. Fast sechs Millionen PCR-Tests wurden seit Schulbeginn durchgeführt. Dazu kommen zehn Millionen Antigentests.

Ingesamt zeigte sich Faßmann zufrieden mit den ersten sieben Schulwochen: „Die Aufgeregtheit hat sich gelegt. Die Schule bleibt offen.“ Dafür werde man sorgen, kündigte der Minister an. Tatsächlich ist derzeit nur eine einzige Schule geschlossen. Österreichweit befinden sich 107 Schulklassen in Quarantäne - bei 58.000 Klassen insgesamt.

Mit Ausnahme Vorarlberg befinden sich die Schulen in der zweiten Stufe des dreistufigen Sicherheitsplans. Das bedeutet, dass die Tests für ungeimpfte Schüler dreimal die Woche stattfinden, außerhalb der Klasse gilt Maskenpflicht. Vorarlberg testet derzeit - abgesehen von 15 sogenannten Wächterschulen, die mehr als 2000 PCR-Tests pro Woche liefern - aufgrund der stabilen Lage nur freiwillig.

In den ersten sieben Schulwochen wurden 4,8 Millionen PCR-Tests über das „Alles spült“-Programm des Bildungsministeriums durchgeführt. 4100 Infektionen wurden bis Mittwoch dabei entdeckt. Bei „Alles gurgelt“ der Stadt Wien für Schüler ab der fünften Schulstufe wurde rund eine Million Mal PCR-getestet. Durch die österreichweit zehn Millionen Antigentests wurden rund 6000 Verdachtsfälle gefunden.

Im Burgenland sind die meisten Lehrer geimpft
Mit Stand 30. September waren 84 Prozent der österreichischen Lehrer geimpft. Dabei freut Faßmann, wie er sagte, besonders, dass nun auch die Volksschullehrkräfte aufgeholt hätten und nun zu fast 80 Prozent geimpft seien. Die meisten geimpften Lehrer finden sich im Burgenland (89 Prozent), am geringsten ist die Quote mit 79 Prozent in Salzburg. Ab November können sich Lehrkräfte ihren dritten Stich holen.

Bei den Schülern (ebenfalls Stand 30. September) ist die Impfquote in der AHS-Oberstufe mit 61 Prozent am höchsten, in den Mittelschulen sind nur 20 Prozent der Kinder voll immunisiert. Die Impfquote ist den Daten der Statistik Austria zufolge auch höher, je älter die Schüler sind: 18- und 19-Jährige sind zu 60 Prozent geimpft, Zwölfjährige zu 22 Prozent. Für jüngere Schüler gibt es noch keine Zulassung eines Impfstoffes. Sowohl bei Lehrern als auch Schülern ist die Impfquote im Osten am höchsten, in Salzburg und Oberösterreich am geringsten.

Um Falschinformationen entgegenzutreten, startet eine Aktion mit dem Titel „Breaking the wave“. In Online-Sessions - geplant sind diese auch auf Türkisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Farsi und Arabisch - sollen sich Eltern, Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen mit Experten aus den Bereichen Wissenschaft und Medizin austauschen können. Vor allem soll über das Thema Impfen aufgeklärt werden.

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