04.10.2021 11:57 |

Neuer Marknagel nötig

Schienbein aufgebohrt! ÖSV-Fahrerin beendet Saison

Aus und vorbei! Lisa Grill musste nach einem Schienbeinbruch im Februar erneut operiert werden. Die Schmerzen waren zu groß. Nun musste ein kürzerer Marknagel eingesetzt werden. Ihre ÖSV-Kollegin Mirjam Puchner vom WSV St. Johann fühlt mit der 21-Jährigen mit. Hat sie doch nach genau derselben, 2017 erlittenen Verletzung ein jahrelanges Martyrium hinter sich.

Noch bevor die Saison beginnt, ist für Lisa Grill klar: Rennmäßiges Skifahren wird es für die Lungauerin im Olympiawinter nicht geben. Die dreifache Juniorenvizeweltmeisterin von 2020 kämpft mit den Nachwehen des Schien- und Wadenbeinbruchs im Februar in Santa Caterina (It). Dort hatte sie sich beim Abschwingen im viel zu kleinen Zielraum nach dem Sieg bei der Europacupabfahrt die schwere Beinverletzung zugezogen.

Die am 17. September eine weitere Operation im UKH Graz nach sich zog. „Das Schienbein ist nicht richtig zusammengewachsen, die Schmerzen wurden akut stärker. Darum wurde das Schienbein aufgebohrt, ein neuer, kürzerer Marknagel eingesetzt“, erzählte die 21-Jährige. Die nach einer Woche im Spital daheim in Tamsweg mit Krücken herum humpelt.

Saison-Aus
Nach der ersten OP im Februar war sie noch guter Dinge, dass „es im Herbst wieder passen wird“. Doch diese Saison kann die Europacup-Abfahrtsgesamtsiegerin nun endgültig abhaken. „Das nächste Ziel ist, schmerzfrei gehen zu können. Erst dann kann ich langsam mit dem Training beginnen, um nächste Saison wieder voll einzusteigen“, meinte Lisa, die im Sommer in die Weltcup-Trainingsgruppe 3 um Ramona Siebenhofer gewechselt war. In diesem Winter kann sie den Kolleginnen nur die Daumen drücken. Und hoffen, dass das linke Schienbein endlich heilt.

ÖSV-Kollegin Mirjam Puchner vom WSV St. Johann fühlt mit der 21-Jährigen mit. Hat sie doch nach genau derselben, 2017 erlittenen Verletzung ein jahrelanges Martyrium hinter sich. „Statt einer Operation hatte ich letztlich fünf, weil der Knochen nicht richtig zusammen gewachsen ist. Traurig ist, dass viele mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben wie ich.“

Marknagel zu dünn
Bei ihr war der Marknagel zu dünn, als ein dickerer eingesetzt wurde, wuchs der Knochen zusammen. Bei Grill wurde nun ein kürzerer Nagel eingesetzt. „Es ist schade, du verlierst einfach so viel Zeit, oft eine ganze Saison. Das ist schon bedenklich“, betont Puchner. Die Speed-Spezialistin konnte heuer endlich völlig schmerzfrei trainieren. „Das war für den Kopf und Körper gut. Ich kann mich aufs Skifahren konzentrieren.“ Das war mit den vielen Problemen in den letzten Jahren nicht der Fall.

Herbert Struber
Herbert Struber
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