Klima-Proteste:

„Wir sind hier, weil der Hut schon brennt“

Am Freitag rief die weltweite Bewegung Fridays For Future (FFF) zum achten globalen Klimastreik auf. An den Demos in Linz und Steyr nahmen mehr als 3000 Personen teil.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“, tönte es laut bei der achten großen Klima-Demo, die am Freitag in Linz am Hauptbahnhof startete und durch die Innenstadt führte. Sie gehörte zum ersten weltweiten Streik für effektiven Klimaschutz nach der Corona-Pause. Alles wirkte routinierter als vorher, die Parolen waren eingeübt, die Plakate sogar noch eindringlicher.

Auch Eltern und Pensionisten aktiv
„Hasst ihr eure Enkelkinder wirklich so sehr?“, malte etwa eine besorgte Mutter auf ein großes Schild. Die Sorge um das Klima ist nicht nur bei Schülern oder Studenten gestiegen, auch Eltern und Pensionisten kamen, um zu protestieren. Jugendorganisationen reisten aus ganz Oberösterreich an. Sie alle wollen die Welt retten, besser gesagt: Die Menschheit - und sie hielten sich dabei alle diszipliniert an die Maskenpflicht.

Buntes Sammelbecken
Die Linzer Demo führte durch die Innenstadt. Bei der Abschlusskundgebung neben dem Lentos pulsierte die Stimmung. Das Engagement für Klimaschutz ist längst zum Sammelbecken für Lebensanschauungen geworden. Auch Veganer und Atomkraftgegner, Kapitalismus- und Konsumkritiker hielten ihre Banner hoch. Denn letztlich hängt alles mit dem Klima zusammen - und immer mehr Menschen in der Gesellschaft wollen ein Zeichen dafür setzen, dass sich etwas ändern muss.

Kritik an Politik
Die Organisatoren von Fridays For Future richteten ihre Kritik direkt an die Politik. „Wir fordern von der nächsten Landesregierung ein konkretes Klimaziel für Oberösterreich und einen Maßnahmenplan, wie dieses erreicht wird“, betonen die Sprecher Bjarne Kirchmair und Lea Moser.

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Die Klimaerwärmung betrifft alle Kinder und Jugendlichen. Die Erde muss erhalten werden, so schön, wie sie ist.

Katharina Forstner (19), Pfadfinder Oberösterreich

Demo auch in Steyr
Die Eisenstadt Steyr war der zweite oö. Schauplatz für den Klima-Streik. „Weil der Hut brennt! Wir haben nicht mehr viel Zeit, wenn man sich den Weltklimabericht ernsthaft durchliest“, erklärte Mitorganisator Roland Mayr und fügte hinzu: „Die Politik muss endlich auf die Wissenschaft hören, dann bekommt sie auch Angst vor der Klimaerwärmung. Vielleicht setzt sie dann endlich Handlungen.“Rund 34 Vereine aus den Bezirken Steyr, Steyr-Land und Kirchdorf protestierten mit. Insgesamt nahmen in Oberösterreich 3000 Personen an den Demos teil.

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Sonntag, 17. Oktober 2021
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