Von wegen Ultimatum

Rapids Präsident Edlinger stärkt Pacult den Rücken

Fußball
05.03.2011 13:06
Rudolf Edlinger ist vor dem Schlagerspiel der 24. Runde der tipp3-Bundesliga am Sonntag zwischen Rapid und Ried bemüht, die zuletzt aufgekommene Trainerdiskussion bei seinem Verein herunterzuspielen. Es gebe kein Ultimatum, weder an Coach Peter Pacult noch an Sportdirektor Alfred Hörtnagl, betonte der Präsident des Rekordmeisters.

"Beide leisten gute Arbeit und genießen mein Vertrauen. Momentan läuft es nicht gut, aber 'Hire and Fire' ist nicht mein Stil", sagte Edlinger und wies auf die Bilanz des Duos in der Vergangenheit hin. "In den letzten Jahren haben sie sehr erfolgreiche Saisonen abgeliefert."

Trotz des aktuellen Tabellenrangs sechs, acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Austria und sieben Zähler auf Rang drei sei noch nichts verloren. "Unser Saisonziel ist die Erreichung eines internationalen Startplatzes, und diese Möglichkeit besteht. Daher steht ein Wechsel der sportlichen Leitung absolut nicht zur Debatte", meinte Edlinger.

Kritik auch von den Fans
Die Kritik von Teilen der Fans an Pacult und zuletzt auch an Hörtnagl wollte der ehemalige Finanzminister nicht überbewerten. "Es gibt eine Million Rapid-Fans, aber am sichtbarsten sind jene auf der Westtribüne. Ihre Kritik muss man zur Kenntnis nehmen, aber deswegen muss man nicht immer gleich zusammenzucken."

Auch die ständigen Reibereien zwischen Pacult und Hörtnagl sieht Edlinger nicht dramatisch. "Ich war in meinem ganzen Leben in einer Situation, dass ich mit Leuten gearbeitet habe, die ich nicht geheiratet hätte. Das sind zwei starke Persönlichkeiten, und durch polarisierende Diskussionen kann auch etwas Positives herauskommen", vermutete der Wiener.

Plan B liegt bereit
Trotz aller Rückendeckung für sein sportliches Führungsgespann gibt es aber auch einen Plan B, der wohl greifen würde, sollten die Partien gegen Ried und eine Woche später gegen die Austria nicht wunschgemäß verlaufen. "Wir müssen ja auf alle Möglichkeiten vorbereitet sein, auch auf schmerzhafte. Sonst könnten wir von aktuellen Ereignissen überrascht werden", erklärte Edlinger.

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