Uralt-Rekord gebrochen

ÖLV-Rekord in der Staffel in Lausanne

Sport-Mix
26.08.2021 22:55
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Österreichs beste Sprinterinnen haben ihre große Chance auf der internationalen Bühne der Welt-Leichtathletik sensationell genutzt! Das ÖLV-Quartett mit Karin Strametz, Ina Huemer, Leni Lindner und Susanne Walli lief zum Abschluss des Diamond-League-Meetings in Lausanne im Rahmenprogramm die 4 x100 m als Siebente in 44,49 Sekunden neuen österreichischen Rekord. Das von Philipp Unfried betreute Team, das überraschend einen Startplatz für Lausanne erhalten hatte, verbesserte die bisherige Bestzeit von 44,63 Sekunden um 14 Hundertstel! Den alten Rekord hielt Österreich in der Besetzung Dagmar Hölbl, Sabine Tröger, Doris Auer und Karin Mayr seit dem 4. Juli 1994 in Linz.  

„Das ist einfach super“, jubelte Philipp Unfried, „es hat einfach perfekt geklappt. Die Damen sind die Staffelwechsel noch verhalten angegangen, damit nur nichts schief geht. Ich hatte schon damit spekuliert, dass der Rekord fällt. Er war schon fällig. Die Stimmung war großartig. Das Stadion war ja ausverkauft!“ Endlich wieder großartige Atmosphäre in der Leichtathletik! Und davon profitierte auch Österreich. Auf der Bahn acht lief das Quartett neuen Rekord, an der Spitze war Großbritannien in 42,44 vor der Schweiz (42,47) erfolgreich.

HUEMER 11,47 - LINDNER 11,53

Bildete das auf die Schweiz zugeschnittene Staffelrennen der Frauen den Abschluss des Diamond-League-Meetings, so hatten die Sprinterinnen auch schon im Vorprogramm ihren Auftritt - auch mit einer starken Vorstellung der Österreicherinnen. Ina Huemer und Leni Lindner hatten nämlich die Ehre, in den beiden B-Finals in Lausanne starten zu dürfen. Da wurde Ina Huemer in ihrem Heat sogar starke Zweite in 11,47 Sekunden, im folgenden Lauf belegte Leni Lindner in 11,53 den siebenten Platz. Trainer Philipp Unfried: „Ich bin mit beiden sehr zufrieden. Das hat gepasst!“

Ina Huemer musste sich in ihrem Lauf nur der Schweizerin Melissa Gutschmidt (11,37) geschlagen geben. Die 11,47 waren ihre zweitbeste reguläre 100-m-Zeit überhaupt. Sie verfehlte ihre heuer am 3. Juni in St. Pölten aufgestellte persönliche Bestzeit von 11,41 nur um sechs Hundertstel. Leni Lindner schlug sich ebenfalls stark, war mit ihrem Rennen recht zufrieden: „Ich hatte einen guten Start, hing dann zwar ein bisschen durch - habe mich am Ende aber wieder gefangen!“

SECHS UNTER 11,00 SEKUNDEN

Im A-Lauf sorgten die Weltklasse-Läuferinnen über 100 m für ein Feuerwerk an Top-Leistungen! Gleich sechs Sprinterinnen blieben unter 11,00 Sekunden - an der Spitze führte Shelly-Ann Fraser-Pryce einen Dreifachsieg Jamaikas an. Die 100-m-Olympiasiegerin von 2008 und 2012 gewann bei einem Rückenwind von 1,7 m/sek in 10,60 vor der in Tokio dreimal vergoldeten Elaine Thompson-Herah (10,64) und Skericka Jackson (10,92).

Lausanne, Rahmenbewerbe des Diamond-League-Meetings: Frauen: 100 m: B-Lauf, Heat 1 (+1,2): 1. Gutschmidt (Sz) 11,37, 2. Huemer (Ö) 11,47; Heat 2 (+2,7): 1. Visser (Hol) 11,11, 2. Kora (Sz) 11,12, 7. Lindner (Ö) 11,53; 4 x 100 m: 1. Großbritannien 42,44, 2. Schweiz 42,47, 3. Holland 42,81, 7. Österreich (Strametz, Huemer, Lindner, Walli) 44,49.

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