Kapfenberg - Salzburg 0:1
Salzburg-Coach Huub Stevens war nach seiner Grippe-Erkrankung wieder so weit genesen, dass er auf der Trainerbank Platz nahm. Und im Tor der Gäste gab Eddie Gustafsson sein Comeback. Der 34-jährige Schwede hatte seit 18. April 2010, als er bei einem Foul von LASK-Stürmer Lukas Kragl einen Schien- und Wadenbeinbruch im linken Unterschenkel erlitten hatte, kein Pflichtspiel mehr für die "Bullen" bestritten.
Die Stevens-Elf war die ersten 35 Minuten klar spielbestimmend. Vor allem Alan (5., 14. und 33.) war ein ständiger Gefahrenherd, dazu landete noch ein leicht abgefälschter Wallner-Weitschuss an der Latte (17.). Unmittelbar vor dem Halbzeit-Ende wurde es dann hektisch. Zunächst verbannte Schiedsrichter Harald Lechner Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch wegen Kritik auf die Tribüne (45.) und verhängte unmittelbar danach einen Foulelfer, der gar keiner war. Die Zeitlupe zeigte nämlich deutlich, dass nicht Hüttenbrenner Salzburg-Angreifer Alan zurückgerissen hatte, sondern es genau umgekehrt gewesen war. Wallner ließ sich dieses "Geschenk" jedenfalls nicht entgehen und traf in der Nachspielzeit zum 1:0.
Es war der erste Salzburger Treffer gegen Kapfenberg nach 390 Minuten. Und knapp nach dem Wechsel hätte es beinahe schon 2:0 geheißen, doch Alan hatte Pech und traf die Latte (48.). Aber auch auf der Gegenseite war das Torgebälk im Weg: Zunächst scheiterte Sencar mit seinem Kopfball nach einem Kocin-Corner an der Latte, die auch Fukal per Kopf traf, während Trainer-Sohn Michael Gregoritsch mit seinem Kopfball an Cziommer scheiterte.
Ried - Innsbruck 2:2
In der Partie auf schwierigem, weil teils gefrorenem Rasen taten sich beide Mannschaften schwer. Chancen blieben eine Halbzeit lang Mangelware. Gleich die erste aber nützten die Gäste. Ried-Torhüter Thomas Gebauer, der erstmals nach einer sechsmonatigen Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses wieder im Liga-Einsatz war, kam nach einem weiten Einwurf und einer Kopfball-Verlängerung gegen Miran Burgic zu spät und brachte die Innsbrucker Solo-Spitze zu Fall. Schiedsrichter Eisner entschied zu Recht auf Elfmeter, den Marcel Schreter souverän zum 1:0 verwertete (13.).
Kurz darauf hatte Ried die einzige wirklich gute Möglichkeit der ersten Hälfte. Robert Zulj, der erstmals in der Startelf stand, brachte den Ball an Torhüter Grünwald aber nicht vorbei (18.). Bis zur 56. Minute war der der 19-Jährige im Einsatz, ehe Ried-Coach Paul Gludovatz seinen Standard-Stürmer Guillem brachte. Eine goldrichtige Entscheidung, denn nur gut eine Minute später war der Spanier nach Fehlern von Svejnoha und Bilgen zur Stelle und traf zum 1:1 (57.).
Das Spiel gewann durch den Ausgleich an Fahrt. Der Innsbrucker Ildiz mit einem Knaller ans Lattenkreuz (61.) und Royer auf der Gegenseite alleine vor dem Tor (63.), vergaben jeweils die Chance auf die Führung. Danach bewies auch Wacker-Trainer Walter Kogler ein glückliches Händchen. Vier Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der im Winter verpflichtete Merino per Kopf sein erstes Tor für Innsbruck (74.), doch Oliver Glasner verdarb den Innsbruckern noch die Siegesfeier. Der Kapitän der Oberösterreicher traf in der 92. Minute mit einem Schuss aus 18 Metern zum 2:2.
LASK- Wiener Neustadt 2:3
Der LASK begann vor nur 2.300 Zuschauern im Vergleich zu den vorangegangenen Partien ambitioniert. Die Hausherren drängten nach vorne, brachten sogar ein schüchternes spielerisches Element in die Partie - wenngleich kaum Chancen erarbeitet wurden. Die Tore machten vorerst die Gäste, die bis dahin nur selten in Erscheinung getreten waren. LASK-Defensivspieler Lopez bereite mit einem unbedrängten Schuss ins Out den ersten Treffer vor, Sadovic schloss den schnell ausgeführten Einwurf nach Thonhofer-Vorlage mit einem Halbvolley aus zehn Metern ab (26.).
Die Schöttel-Elf setzte wenig später nach, durfte sich neuerlich bei der indisponierten Linzer Abwehr bedanken. Diese ließ sich von einem unspektakulären Kolousek-Freistoß aus der Balance bringen, Kostal verlängerte per Kopf, Grünwald vollendete mit selbigem zum 2:0 (33.). Der LASK zeigte sich unbeeindruckt, gab die ideale Antwort: Nur zwei Minuten später machte Aufhauser den Anschlusstreffer perfekt, nachdem Fornezzi einen scharf angetragenen Tenesor-Freistoß etwas unglücklich hatte abprallen lassen (35.).
Solcherart moralisch gestärkt, suchten die Oberösterreicher auch in der zweiten Hälfte den Torerfolg. Da war erst aber Wr. Neustadt gefährlicher, die größte Chance fanden nach Mandl-Patzer Sadovic und Aigner unmittelbar hintereinander vor (58.). Dann wieder der LASK: Der zwei Minuten zuvor eingewechselte Kaufmann wurde von Thonhofer im Strafraum zu Fall gebracht, Aufhauser vollendete vom Elferpunkt zum Ausgleich (67.). Doch der Einsatz blieb unbelohnt: Einen Konter über Simkovic schloss nach dessen Flanke neuerlich der von der Defensive vernachlässigte Sadovic per Kopf zum 3:2-Sieg ab (81.).
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