„Krone“-Kommentar

Rote Träume: So wird es nicht cool

Wirtschaft Meinung
06.08.2021 06:00

Die Regierung hat sich auf Sommerurlaub begeben, eine große Chance für die einst staatstragende SPÖ in ihrer Oppositionsrolle. Und pünktlich legte Kärntens Landeshauptmann fröhlich los: Natürlich wisse er, dass die Sozialdemokratie für viele Menschen nicht mehr „cool“ sei, so Peter Kaiser in einem „Falter“-Interview, aber er habe einige Ideen, um rote Träume wahr werden zu lassen.

Etwa ein Grundeinkommen für alle. Kaiser nennt es nicht mehr „bedingungslos“, sondern lieber „breit“, billig wird es dadurch auch nicht. So eine „Grundsicherung“ werde die neue Form einer sozialen Gesellschaft sein. Aha, netto 1200 Euro für jeden im Monat, großartig. Da braucht man beim Budget nicht mehr viel zu rechnen, ein Mega-Milliarden-Defizit ist dann die famose „neue Norm“. Und Leistung ein Fremdwort …

Es wird aber noch bunter: Kaiser wettert gegen „die Maschinen“ und fordert - huch, wie innovativ - eine Maschinensteuer. Pardon, er nennt sie fortschrittlich „Wertschöpfungsabgabe“. Google & Co zittern schon, aber Kaiser legt nach: Das allein sei nicht genug, es gehöre auch eine Vermögenssteuer hinzu, alles begleitet von der Einführung einer Vier-Tage-Woche, wie der karrierewillige Genosse Max Lercher assistiert.

Wenn das die neue SPÖ-Strategie ist, wird das dem Standort Österreich nicht guttun. Hm, schon einmal nachgedacht, warum die Schweiz so viel erfolgreicher als Österreich agiert? Das wäre nützlicher als diese roten Träume aus der tiefen Mottenkiste …

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