Dafür weniger Briefe

Corona sorgte für regelrechte Packerlflut im Land

Wirtschaft
19.07.2021 12:32

Im Zuge der Corona-Krise hat sich in Österreich ein regelrechter Paket-Boom entwickelt - das belegen nun die Zahlen der Telekom-Regulierungsbehörde RTR. Demnach wurden im Jahr 2020 rund 260 Millionen Pakete im Land zugestellt. Das entspricht einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber 2019. Weniger erfreulich verlief das Briefgeschäft, das einen deutlichen Einbruch einbüßen musste.

Dennoch können sich die Transportunternehmen über einen Zuwachs von 7,8 Prozent bei der Zustellung von Briefen und Paketen freuen. Im Corona-Jahr wurde auch dabei auch mehr ins Ausland geschickt. Insgesamt 31 Millionen Packerl in diesem Bereich entsprechen einem Plus von 19 Prozent im Vergleich zu 2019.

Ein Großteil des Geschäfts des stationären Handels hat sich ins Internet verlagert. (Bild: AFP)
Ein Großteil des Geschäfts des stationären Handels hat sich ins Internet verlagert.

Anstieg war zu erwarten“
„Der Anstieg beim Paketvolumen war aufgrund der Lockdown-Regelungen, der de facto nicht vorhandenen stationären Einkaufsmöglichkeiten und der gestiegenen Online-Bestellungen zu erwarten, die tatsächliche Paketflut hat aber vor allem am Anfang alle überrascht und die vorhandenen Kapazitäten gesprengt“, so Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post, in einer Aussendung.

Deutlich weniger Briefe verschickt
Demgegenüber ist die Zahl der versendeten Briefe weiter gesunken. Mit rund 613 Millionen in Österreich zugestellten Briefsendungen wurden im letzten Jahr rund sechs Prozent weniger Inlandsbriefe verschickt als 2019. Von Österreich ins Ausland wurden um rund ein Fünftel weniger Briefe transportiert.

Die Umsätze aus dem Paketgeschäft erhöhten sich laut dem aktuellen Post-Monitor der RTR im vergangenen Jahr um 16,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, jene aus dem Briefgeschäft gingen um 4,3 Prozent zurück. Der Anteil der Paketumsätze am Gesamtumsatz wuchsen auf 62,4 Prozent im Jahr 2020.

Die meisten Packerln bringt die Post
Die mit Abstand meisten Packerln hat im vergangenen Jahr die Österreichische Post zugestellt (knapp 61 Prozent), gefolgt von DPD (rund 19 Prozent) und Amazon (sieben Prozent). Diese Reihung entspricht auch dem Marktanteil nach erzielten Umsätzen der jeweiligen Paketdienstleister. Spitzenreiter war laut RTR im vergangenen Jahr die Österreichische Post mit einem Marktanteil von 62,7 Prozent. Platz zwei belegte DPD mit 13,9 Prozent und Platz drei Amazon mit 9,8 Prozent.

 krone.at
krone.at
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele