Der einzige Bulle war der Erste, der seine Hufe nach dem langen Transport auf rumänischen Boden setzte – einigermaßen „zivilisiert“. Ganz anders die Kühe, die ihm folgten: Die weiblichen Aberdeen-Angus-Rinder stürmten auf die Weide, durchbrachen den elektrischen Zaun und galoppierten in sämtliche Himmelsrichtungen davon.
Halbes Dorf samt Feuerwehr zusammengetrommelt
„Ich habe 40.000 Euro bei einem Händler in Österreich für die Tiere bezahlt – und dann verlier ich sie am ersten Tag“, so Besitzer Vasile Bodnar, der alle Hebel in Bewegung setzte, um seine kostbaren Tiere wiederzufinden. Und so trommelte er das halbe Dorf samt der Feuerwehr zusammen.
Die Tiere waren durch den neunstündigen Transport und die Hitze sehr gestresst.
Besitzer Vasile Bodnar
Bis spät in die Nacht hielten die ausgebüxten Rindviecher den Ort auf Trab. Die letzten abgängigen Tiere gaben sich am nächsten Morgen beim Nachbarbauern ein Stelldichein. „Die Tiere waren durch den neunstündigen Transport und die Hitze sehr gestresst. Nun haben sie sich beruhigt“, so der Besitzer erleichtert.
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