12.07.2021 06:02 |

40 Tiere gerissen

Nach Wolf-Attacken: Bauern bringen Schafe ins Tal

Die Bauern im Gailtal sind verunsichert. Weil in den vergangenen Wochen auf den Almen immer wieder Weidetiere attackiert wurden, haben die ersten Landwirte schon damit begonnen, ihre Schafe in Sicherheit zu bringen. Biologe Roman Kirnbauer glaubt, dass Wölfe in mehreren Regionen für Risse verantwortlich seien.

Erst vor drei Wochen hat die Saison auf den Almen richtig begonnen, auf der Poludnigalm bei Hermagor klingt sie offenbar schon wieder aus. Dort sind mittlerweile 50 Tiere nicht mehr aufzufinden, und das, obwohl ein Hirte die Weiden bewacht. Bauern bringen deshalb ihre Schafe lieber ins Tal.

40 Schafe von Wölfen gerissen
Wildbiologe Roman Kirnbauer war am Samstag 14 Stunden auf der Alm, um Tierkadaver zu untersuchen. „Ich bin seit zehn Tagen nur noch unterwegs. Dabei hat sich herausgestellt, dass mittlerweile 40 Schafe von Wölfen gerissen wurden. Dafür gibt es DNA-Beweise sowie Expertenmeinungen.“ In Kärnten würden zwei männliche Wölfe herumstreifen, andere kämen zeitweise aus Italien.

Als geschütztes Tier darf der Wolf nicht erlegt werden. Dennoch haben mehrere Bauern, wie berichtet, einen Antrag beim Land gestellt, Problemwölfe erlegen zu lassen.

Christian Tragner
Christian Tragner
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