Im Interview

Klinglmair: „Corona wird auch im Herbst präsent“

Kärnten
29.06.2021 07:16

Die Ferien stehen vor der Tür, und für Bildungsdirektor Robert Klinglmair heißt es Abschied nehmen: Er wechselt nach Salzburg zum Institut für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen (IQS). Im „Krone“-Interview zieht er Bilanz - er blickt auf die letzten drei Jahre zurück und verrät, was er sich von seinem Nachfolger wünscht.

Kärntner Krone: Wie ist Ihr Resümee der vergangenen drei Jahre?
Robert Klinglmair: Auf meinem Abschieds-Shirt (siehe Foto) müsste „31. Juli 2023“ stehen, nun ist die Tour frühzeitig zu Ende. Beweggrund ist das neue IQS, das gut zu mir passt. Angefangen habe ich ja als Landesschulrat, die Bildungsdirektion ist mein Baby. Es war eine Riesenaufgabe, zwei Behörden zusammenzuführen - dafür war ich verantwortlich. Die Prozesse müssen noch geschärft werden, das kann dauern. Die zweite große Herausforderung war Corona.

Klinglmairs „Education Tour“ in Kärnten ist vorbei - von Kollegen bekam er ein Shirt zum Abschied. (Bild: Evelyn HronekKamerawerk)
Klinglmairs „Education Tour“ in Kärnten ist vorbei - von Kollegen bekam er ein Shirt zum Abschied.

Stichwort Covid: Was ist im Bildungssektor gelungen und wo gab es Schwierigkeiten?
Das passierte ja quasi über Nacht, wir hatten kein fertiges Konzept. Es gab Weiterbildungen, eine Notebook-Spendenaktion. Der Nationalrat hat endlich den 8-Punkte-Plan der Digitalisierung beschlossen. In Kärnten hat die Kommunikation optimal funktioniert, da stehen wir österreichweit gut da. Wegen fehlender Rechtsgrundlagen gab es aber keine Planbarkeit.

In den Schulen gilt Maskenpflicht, es wird getestet. Wie geht’s im Herbst weiter?
Dazu kann ich keinen Ausblick geben! Der Bildungsdirektion sind die Hände gebunden, denn es gibt noch keine gesetzlichen Regelungen. Das hängt vom Infektionsgeschehen im Herbst ab. Was mich aber zuversichtlich stimmt: Wir haben viel dazugelernt!

Die Bewerbungsfrist für den neuen Bildungsdirektor läuft bis 10. Juli. Was muss Ihr Nachfolger können?
Die Bildungsreform ist auf 10 bis 15 Jahre ausgelegt, also sind wir jetzt bei Kilometer acht eines Marathons. Ausdauer braucht man sicher! Und das ist zwar kein Muss, aber das wünsche ich mir: Die Kinder stehen im Mittelpunkt, für sie muss man sich einsetzen. 

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