Fußball-Zweitligist Austria Klagenfurt führt in einer Einladung an die Partner Bürgermeister Christian Scheider als „Referenten“ an – dieser weist das zurück. Auch der Sportpark wundert sich. Und: Anwalt Michael Pontasch hält den nächsten Exekutionstitel gegen Violett in Händen. . .
Kein Tag vergeht ohne violette Kuriositäten. Diesmal geht’s aber nicht um strafrechtlich relevante Themen, enthüllte Transfersperren oder um ein drohendes Insolvenzverfahren – sondern bloß um eine Einladung der Austria Klagenfurt. Und selbst die sorgt für Irritationen!
Einladung am 20. Jänner
Denn der Gesellschafter der Waidmannsdorfer, Zeljko Karajica, schickte eine solche offiziell an sämtliche Partner der Austria aus. In welcher er am 20. Jänner um 19 Uhr in den VIP-Raum des Wörthersee-Stadions lädt – um über die „aktuelle Vereinsstrategie, sportliche und wirtschaftliche Planung, langfristige Vision und Bedeutung von Partnerschaften“ sprechen möchte.
Auch Scheider als Referent
All das allerdings nicht nur mit Karajica als „Referenten & Gast“, sondern auch mit Klagenfurt-Bürgermeister Christian Scheider in dieser Rolle. Der Stadtchef, stets ein Unterstützer der Violetten, zeigt sich darüber sogar erzürnt. . .
„Ich habe nichts freigegeben“
„Geplant ist, dass ich als Vertreter der Stadt hingehe, weil es mir um den Sportpark, die Kids und generell um den ganzen Nachwuchs geht – aber nur als Hörer, keinesfalls offiziell“, rätselt Scheider. Eine Zusage als Referent habe es demnach nicht gegeben. „Ich habe nichts freigegeben. Wird die Einladung nicht entsprechend korrigiert, werde ich nicht erscheinen“, tönt der Bürgermeister.
„Keine Reservierung“
Ebenso kurios: Auch der Sportpark Klagenfurt weiß nichts von der Veranstaltung. „Es liegt keine Reservierung für unseren VIP-Raum vor“, sagt Geschäftsführer Daniel Greiner. „Grundsätzlich wird ja zuerst gebucht und danach eingeladen – schon allein deshalb, weil wir sonst belegt sein könnten.“
Galgenfrist endet bald. . .
Das alles mitten im violetten Existenzkampf. Denn die zweiwöchige Galgenfrist zur Abwendung eines Insolvenzverfahrens läuft ja bekanntlich, nun sind nur noch acht Tage davon übrig. Und der Schuldenberg wird nicht kleiner . . .
Es geht um 6000 Euro
Denn auch beim Klagenfurter Anwalt Michael Pontasch, seines Zeichens Ex-Handballer und Chef des einstigen HC Kärnten, liegt ein Exekutionstitel gegen die Austria Klagenfurt auf. „Seit 18. Dezember. Es geht um 6000 € plus Kosten und Zinsen. Das Ganze richtet sich gegen die GmbH und die Akademie“, bestätigt Pontasch der „Krone“. In diesem Fall handelt es sich um einen Dienstleister.
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